Microsoft lanciert Windows Server 2012

Als Betriebssystem für die Cloud positioniert Microsoft sein neues Windows Server 2012. Der Software-Gigant unterstreicht damit auch die erweiterten Virtualisierungsfunktionen.

Satya Nadella von Microsoft sieht Windows Server 2012 als Cloud-BetriebssystemSatya Nadella von Microsoft sieht Windows Server 2012 als Cloud-Betriebssystem

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» Von Mark Schröder , 04.09.2012 19:30.

Microsoft listet ab sofort Windows Server 2012 in seiner Preisliste. Das Betriebssystem für x86-Server startet just an dem Tag, an dem Marktforscher IDC einen Einbruch im westeuropäischen Servergeschäft meldet – natürlich für das zurückliegende zweite Quartal. Der Umsatz soll insgesamt um 11,6 Prozent zurück gegangen sein. Hauptgrund sind die 27,5 Prozent Minus bei den Unix- und Mainframe-Maschinen, das Geschäft mit x86-Systemen schrumpfte nur um 4,9 Prozent. Auf der Mehrzahl der x86-Server läuft Windows, Microsoft hat hier einen Marktanteil von 51,4 Prozent. Die Spitzenposition scheint trotz eines leichten Rückgangs von 4,0 Prozent nicht in Gefahr, denn für den grössten Wettbewerber Linux weist IDC einen Anteil von 20,3 Prozent sowie ebenfalls ein Minus von 1,2 Prozent aus.

Gemäss Petra Jenner, Country General Manager von Microsoft Schweiz, ist Windows Server hierzulande ein Verkaufsschlager. «Die Kunden reissen uns die Software aus den Händen», jubilierte Jenner Ende August an einem Medienanlass in Zürich. Verkaufszahlen nannte Jenner allerdings nicht. Bei Hyper-V habe Microsoft Marktanteile gewonnen, während der Wettbewerber VMware stagniert, führte sie aus.

Die Virtualisierungstechnik Hyper-V soll im Windows Server 2012 ausgebaut worden sein. So wurden Kapazitäten erhöht, zum Beispiel von 512 auf 2048 virtuelle Prozessoren pro Host, von 64 GByte auf 1 Terabyte Arbeitsspeicher pro virtueller Maschine und von 384 auf 1024 aktive Maschinen pro Host. Zum Vergleich: VMwares Cloud-Betriebssystem vSphere 5.0 Enterprise Plus akzeptiert ebenfalls 2048 virtuelle Prozessoren pro Host, 1 Terabyte Arbeitsspeicher pro Maschine, aber nur 512 aktive Maschinen pro Host. Jedoch rechnet der Marktführer pro virtueller Maschine ab, Microsoft gestattet unlimitierte Instanzen und kalkuliert nur die physikalischen Prozessoren.

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