Microsoft Exchange Server 2013: die Neuerungen
Mit dem neuen Exchange Server 2013 gehen einige Änderungen in Sachen Funktionalität und Verwaltung einher. Wir haben die Neuerungen für Sie zusammengefasst.
In Exchange Server 2013 gibt es nur noch zwei Serverrollen: Postfach und Clientzugriff.» Von , 15.03.2013 10:59.
*Dieser Artikel wurde ursprünglich in unserer Schwesterpublikation Tecchannel.de veröffentlicht.
Insbesondere in Sachen Sicherheit bringt der Microsoft Exchange Server 2013 einige Neuerungen mit. So ist jetzt ein Virenscanner integriert, und die Shadow-Redundanz wurde verbessert. Will heissen, der Transportserver erstellt eine redundante Kopie aller empfangenen Nachrichten.
Der Exchange Server 2013 kann seine Datenbanken noch nicht als SQL-Server-Datenbanken ablegen, sondern verwendet weiterhin das ESE-System. Allerdings hat Microsoft die Datenbank weiter verbessert und beschleunigt. Die zweite wichtige Frage, die sich Administratoren bei jeder Version stellen: "Gibt es noch öffentliche Ordner?", kann man ebenfalls mit "Ja" beantworten. Aber auch hier hat Microsoft Verbesserungen eingebaut.
Die Connectoren, E-Mail-Adressenrichtlinien und die generelle Struktur haben sich im Vergleich zu Exchange Server 2010 nicht sehr verändert. Vieles ist neu in Exchange Server 2013, aber zahlreiche Einstellungen und die generelle Grundstruktur sind gleichgeblieben. Erfahrende Exchange-Administratoren sollten also schnell mit dem neuen Server klarkommen. Wir zeigen Ihnen nachfolgend die Neuerungen des Servers und welche Funktionen weggefallen sind.
Microsoft stellt Exchange Server 2013 - wie die anderen Serverlösungen auch - als Testversion zur Verfügung. Mit der Testversion können Sie uneingeschränkt bis zu 180 Tage mit dem Server arbeiten.
Neuerungen im Überblick
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die neue Anbindung von Outlook. Exchange Server 2013 verwendet kein MAPI-Protokoll mehr, sondern bindet auch interne Clients per RPC über HTTPS, auch Outlook Anywhere genannt, an die Postfächer an. Das MAPI-Protokoll findet keinerlei Einsatz mehr.

Die Exchange-Verwaltungskonsole ist jetzt webbasiert.
Die Exchange-Verwaltungskonsole und die webbasierte Exchange-Systemsteuerung von Exchange Server 2010 hat Microsoft zur neuen Exchange Administrative Console (EAC) zusammengefasst. Diese trägt zwar auch in der neuen Version die Bezeichnung Exchange-Verwaltungskonsole, hat aber nichts mehr mit der alten Konsole in Exchange Server 2010 gemeinsam.
Der Postfachserver umfasst alle Serverkomponenten aus Exchange 2010: Clientzugriffsprotokolle, Transportdienst, Postfachdatenbanken und Unified Messaging. Der Postfachserver verarbeitet alle Vorgänge für die aktiven Postfächer auf dem lokalen Server.
Die Zertifikatverwaltung kann auf Clientzugriffs- oder Postfachserver erfolgen. Für den Postfachserver ist standardmässig ein selbst signiertes Zertifikat installiert. Der Clientzugriffsserver vertraut dem selbst signierten Zertifikat auf dem Exchange-2013-Postfachserver automatisch, weshalb Clients keine Warnungen zu einem selbst signierten Zertifikat erhalten, dem nicht vertraut wird. Voraussetzung ist allerdings, dass der Exchange-2013-Clientzugriffsserver über ein nicht selbst signiertes Zertifikat von entweder einer Windows-Zertifizierungsstelle oder einem vertrauenswürdigen Drittanbieter verfügt.




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