Microsoft Business-Cloud bei Helsana und Emile Egger

Microsofts Business-Software aus der Cloud findet Abnehmer in der Schweiz. Die Versicherung Helsana und der Pumpenhersteller Emile Egger nutzen neu Dynamics 365.

» Von Mark Schröder , 18.01.2017 15:42.

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Der Bezug von Geschäftsanwendungen in die Public Cloud kommt für viele Schweizer Firmen nicht in Frage. Teilweise verbieten Datenschutzvorschriften und Regulierung das Auslagern von Unternehmensdaten, teilweise sind es aber auch interne Widerstände. «Die internen Hürden sind höher als die externen», sagte Hans-Peter Keller, Leiter Front Solution Group bei Helsana. Er hat mit seinen Kollegen die Hürden überwunden: Die Versicherung setzt neu auf Dynamics 365, sagte Keller an einem Anlass von Microsoft Schweiz in Zürich.

Helsana sieht sich neuen Wettbewerbern gegenüber. Deshalb will das Unternehmen Prozesse optimieren mit der Microsoft-Lösung. Dynamics 365 liefere dem Aussendienst auf das Mobilgerät detaillierte Informationen über den Kunden. Durch den Überblick über die bestehenden Verträge könnten dem Kunden einfacher zusätzliche Leistungen angeboten werden. So wolle Helsana beispielsweise dem Markteintritt der Migros begegnen. Für das neue Gesundheitsangebot habe der Grossverteiler die Herausforderungen wie Erschliessen von Kundenkanäle und Installieren einer Lieferkette schon gelöst. In beiden Fällen könne das enge Filialnetz der Migros genutzt werden, sagte Keller.

Microsofts Frank Holland freute sich an dem Anlass über einen prominenten Schweizer Kunden für Dynamics 365. Er ist als Corporate Vice President bei Microsoft für die neue Cloud-Lösung verantwortlich. Mit dem Produkt nehme Redmond eine Vorreiterrolle ein: «Bis 2018 gibt es keine Trennung mehr zwischen ERP und CRM», sagte er. Wenn der Kunde im Mittelpunkt der Geschäftsprozesse von Unternehmen stehe, könnten die Systeme nicht mehr unabhängig voneinander betrieben werden. 

Neu ebenfalls Microsoft-Kunde ist der Pumpenhersteller Emile Egger. Von der Situation, die CIO Raphael Tagliani bei seinem Eintritt in das Unternehmen 2012 vorfand, wagten die 200 Teilnehmer des Anlasses nicht einmal zu träumen. Der Industriebetrieb besass keine zentrale Informatik. Nur ein Computer hatte einen E-Mail-Zugang. Die Finanzen wurden einmal jährlich per Post konsolidiert. Eine Liste der Kunden existierte nicht einmal für den Heimmarkt Schweiz. Tagliani konnte nach eigener Aussage auf der «grünen Wiese» starten. Er startete mit Microsoft hauptsächlich wegen der gewohnten Bedienoberfläche. Mit Dynamics kann Emile Egger heute auch Services für Pumpen liefern, die seit 65 Jahren in Betrieb sind. Von diesen Installationen und dem potenziell zusätzlichen Geschäft wusste der Hersteller früher nicht einmal, dass sie existieren.

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