In sieben Schritten zur Kosten/Nutzen-Analyse
Applikationen sollen nicht nur den geforderten Nutzen bringen - sie sollen dies auch möglichst effizient tun. Die Sieben-Schritt-Analyse hilft, die Ist-Situation zu eruieren und zu einer optimierten Kosten/Nutzen-Mischung zu gelangen.

» Von , 12.03.2007 09:28.
Nicolas Stammel ist Junior Consultant bei der Berliner Beratungsfirma Lexta.
Jeder IT-Manager kennt den Zielkonflikt zwischen den Kosten, die eine Applikation verursacht und dem Nutzen, den sie für das Unternehmen bringt. Dabei steht er nicht selten einem scheinbar unlösbaren Paradoxon gegenüber: Einerseits hat er dafür zu sorgen, dass die Applikation «optimal» betrieben wird. Andererseits ist niemand in der Lage, näher zu definieren, was «optimal» im Fall dieser Applikation eigentlich genau bedeutet.
Im Versuch, solche Zielkonflikte zwischen den Kosten- und Nutzen-Erwägungen aller beteiligten Anwender und Verantwortlichen zu umschiffen, begeben sich viele IT-Manager auf die Suche nach Musterbeispielen, halten Ausschau nach anderen Unternehmen in ähnlichem Fahrwasser. Der Ansatz dieser Vorgehensweise: Es sollen bei vermeintlichen «Best-in-Class»-Organisationen die vermuteten «Best Practices» abgespickt werden. Prinzipiell kein abwegiger Gedanke. Allerdings gilt es dabei zu bedenken: Wer nichts falsch macht, hat noch lange nicht alles richtig gemacht!
Entsprechend ist ein «Copy & Paste»-Ansatz für den Applikationsbetrieb leider in den allermeisten Fällen nicht möglich. Unternehmen sind individuell, die Anforderungen unterschiedlich, keine Umsetzung gleicht der anderen.
Zu Recht wird bei Optimierungsversuchen deshalb auf sauber funktionierende Prozesse verwiesen. Schliesslich ist der Benchmark von End-to-End-Leistungsbeziehungen ein probates Mittel, um Optimierungspotenziale aufzudecken und nutzbar zu machen. Eine Vielzahl verschiedener Kennzahlensysteme und Kennzahlen unterstützen die Verantwortlichen hierbei.
Im Folgenden wird eine Vorgehensweise vorgestellt, welche die verantwortlichen IT-Manager in die Lage versetzt, mit bereits vorhandenen Informationen und Ressourcen eine Standortanalyse ihrer Applikationslandschaft durchzuführen. Nicht der allzeit beste Betriebsmodus ist das Ziel, sondern die -Herausstellung all jener Merkmale und Potenziale vorhandener Applikationen, welche diese zu einer Best-Practice-Lösung führen können. Notwendige Daten lassen sich leicht auch im eigenen Unternehmen schürfen. Oder anders gesagt: Unternehmen können von sich selbst lernen. Dafür sind lediglich sieben Schritte notwendig:



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