Fraunhofer testet acht BPM-Suites

Ein umfangreicher Test des Fraunhofer-Instituts von acht BPM-Suites etwa von Adobe, Axon, SAP und Bosch offenbart Stärken und Schwächen der Prozess-Management-Produkte. Er zeigt zudem: Das eine, alles umfassende BPM-Tool gibt es nicht.

» Von Joachim Hackmann, Computerwoche, 27.01.2014 11:58.

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In Zeiten, in denen Organisationen ständig auf Veränderung reagieren müssen, gewinnt das Geschäftsprozess-Management (Business Process Management; BPM) an Bedeutung. Mit dem Einsatz von BPM-Suiten hoffen die Unternehmen eine bessere Unterstützung in der Gestaltung und Anpassung ihrer Abläufe, wenngleich ihre Wünsche nicht immer erfüllt werden.

Möglicherweise starten sie ihre BPM-Projekte aber auch mit falschen Erwartungen, denn «die Anbieter versprechen: Modellieren - Knopfdruck - fertig. Man sollte nicht alles glauben, was einem präsentiert wird», warnt Sebastian Adam, Teamleiter für Requirements Engeneering am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). «Es gibt im BPM-Umfeld viele Informationen, aber auch viel Mogelei.»

Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer IESE die Leistungsfähigkeit der BPM-Pakete analysiert. Zusammen mit dem Beratungshaus SP Consulting haben sich die Fraunhofer-Experten diverse Tools genauer angesehen und unter verschiedenen, an der Praxis angelehnten Anforderungen geprüft. Die Ergebnisse wurden in der Studie «BPM Suites 2013» veröffentlicht.

Darin betonen die Autoren, dass der Vergleich keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht hat. Die Ergebnisse aller getesteten Tools bewegen sich in der Spanne zwischen 78 Prozent und 58 Prozent, was den so genannten Gesamterfüllungsgrad beziehungsweise das daraus resultierende Endergebnis betrifft. «Wir wollten keinen Award vergeben, weil die Tools sehr unterschiedlich sind. Es gibt kein perfektes Produkt, aber auch kein richtig schlechtes», fasst Studien-Autor Adam zusammen. Die Auswahl für oder gegen eine Lösung folge immer unterschiedlichen Kriterien: Ob etwa Kern- oder Administrationsprozesse gestaltet werden sollen, in welche Umgebung sich das Tool einfügen müsse und ob BPM- und Entwicklungs-Know-how vorhanden ist.

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KOMMENTARE

Lukas Ritzel: 13-02-14 09:18

Unternehmensinterne Prozesse werden immer komplexer und anspruchsvoller. Ohne Softwareunterstützung und Automatisierungsmechanismen fehlt schnell der Überblick. Prozesse dauern zu lange und Fehler können sich unbemerkt an jeder Stelle einschleichen.

Die Folgen können fatal sein: steigende Prozesskosten, Lieferverzögerungen, Verlieren von Kundenaufträgen oder gar Reputationsverlust können drohen.

Lesen Sie im Fachartikel von BPM-Experte Christoph Räss, wie Prozessautomatisierung gewinnbringend realisiert werden kann und gönnen Sie sich die „amüsante“ Kurzgeschichte von Krimiautor Dieter Weuffen, wie mangelnde Prozessqualität das Leben der Direktionsassistentin Frau Biedermann einschneidend verändert…. http://bpm.wib.ch/

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