EAV löst Server- durch Webapplikation ab

» Von Mark Schröder , 28.09.2017 16:00.

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Das Projekt startete im Juli vergangenen Jahres mit einem Pilot: Die Verantwortlichen der EAV beauftragten Uniface zunächst damit, circa 25 der vorhandenen Funktionen im Rahmen eines Piloten in die Web-Anwendungen zu überführen. «Der Test war durchweg positiv, unsere Testanwender kamen auf Anhieb mit der neuen Oberfläche zurecht. Die übrigen Änderungen bleiben den Anwendern ja ohnehin verborgen», sagt Liener.

Auf Basis dieses Piloten machen sich jetzt insgesamt sechs Entwickler der EAV daran, nach und nach alle weiterhin benötigten Funktionen umzustellen. Dabei stellen sie erfreut fest, dass sie rund 70 Prozent des bestehenden Codes der Altapplikation weiterverwenden können. Angesichts der ursprünglich gut 900'000 Codezeilen umfassenden Applikation ein stolzer Wert. «Dank der hohen Wiederverwendbarkeitsquote ging das Umstellen und Modularisieren der einstmals monolithischen Applikation rasch von der Hand», sagt Bettina Ben Jemaa, Sales Manager Austria & Switzerland bei Uniface.

Mittlerweile zügelt die EAV im Zweimonatstakt neue Funktion auf die Web-Plattform. Ein Mausklick auf einen entsprechenden Menüpunkt im Fat Client verweist neu nun zur Web-Version. «Nachdem wir den Arbeitsablauf kaum verändert haben, kommen die Kollegen gut mit der neuen Version zurecht.», sagt Liener. Allerdings gibt er zu, dass die Anwender es nicht immer leicht hatten. «Die alte und neue Anwendung sind optisch recht unterschiedlich: bisher hoch anwenderoptimiertes GUI, neu standardisiertes GUI nach neusten Vorgaben des Bundes.» Dies war für die User eine rechte Umstellung. «Beim nächsten Mal beschränken wir uns nicht nur auf den technischen Pilot, sondern investieren parallel in das Change Management und die Prozesseinführung», sagt Liener.

Für die EAV hat sich der Entscheid bis anhin bewährt, weiterhin mit Uniface zu entwickeln. Aufgrund des vorhandenen Fachwissens wurden alle Meilensteine des Projekts eingehalten. Einer Übergabe der modernisierten, modularisierten Anwendung an den Hauslieferanten des Zoll steht laut Liener nichts entgegen. Mehr noch: «Die modernisierte Lösung gibt uns die Möglichkeit, dank vorhandener Schnittstellen noch deutlich mehr Prozesse zu digitalisieren, die bislang noch papierbasiert ablaufen. Aus dem bislang nur intern zugänglichen COMEAV kann so eine nach aussen offene Plattform werden», sagt Liener.

Auch den zukünftigen Änderungen sieht der IT-Fachmann gelassen entgegen: Seine Entwickler können mit Uniface schnell auf allfällig weitere Gesetzesänderungen reagieren oder die nach der Eingliederung in die Zollverwaltung notwendigen Anpassungen rasch erledigen. «Wir haben die Anwendung binnen kürzester Zeit zukunftsfähig gemacht und gleichzeitig Investitionen geschützt», sagt Liener.

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