Crealogix: Banking nach Apple-Manier
Der Software-Konzern Crealogix konzentriert sich von nun an auf Banken-Lösungen. Das sei auch in Zeiten labiler Finanzmärkte erfolgsversprechend, meint CEO Bruno Richle.

weitere Artikel
» Von , 28.09.2012 18:53.
Die Zürcher Crealogix Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sechs Prozent weniger umgesetzt. Soweit nichts Neues. Bemerkenswert aber, dass die Aktie an der Schweizer Börse seit Bekanntwerden des tieferen Jahresergebnisses langsam aber stetig steigt. Bei Veröffentlichung der Zahlen Anfang Monat kostete das Papier 90 Franken, zu Handelsbeginn am heutigen Freitag schon 98 Franken. «Der Markt steht zu Crealogix», meinte CFO Jürg Hässig an einem Anlass am Freitag in Zürich.
Den tieferen Umsatz begründet Hässig hauptsächlich auf den Rückzug aus dem Geschäft mit der Entwicklung von Individual-Software. Diese strategischer Entscheid habe zwar zu einer Umsatzeinbusse geführt, machte aber Kapazitäten frei, die nun im Kerngeschäft genutzt werden: Produkten für Privat- sowie Retailbanken.

Richard Dratva von Crealogix sieht viel Potential in Banking 2.0
Neu ist Crealogix auch in Deutschland und Grossbritannien präsent. Im nördlichen Nachbarland wurde im Juli vergangenen Jahres den Portal-Entwickler Abaxx übernommen und so den Einstieg in den Markt geschafft. Auf die britische Insel hat ein Kunde die Crealogix-Lösungen mitgenommen: RBS Coutts Bank setzt auf die Zürcher.
Aktuell steht Software für E-Banking, für Trading und E-Learning im Vordergrund bei den Kunden, führte Strategiechef Richard Dratva aus. Beim Banking 1.0 ist das Unternehmen gut aufgestellt. Künftig will Crealogix den Instituten mit neuen Produkten beim Wechsel zum Banking 2.0 helfen.
Nächste Seite: Bank 2.0 und das iPhone 5




KOMMENTARE
KOMMENTAR SCHREIBEN