Autopilot für die IT: Software Management bei Pro Infirmis

    

» Von Stefan Heller, 29.06.2009 14:47. Letztes Update, 29.06.2009 14:49.


Know-How-Transfer vom Partner

Steffen Informatik verfügt als Enteo Certified Solution Provider über viel Erfahrung im automatisierten Software Management von Citrix- Presentation-Servern und Farmen. Der Systemintegrator sollte deshalb die Paketierung im ersten Jahr übernehmen, bis die IT-Abteilung von Pro Infirmis selbst genügend Erfahrung auf diesem für sie neuen Gebiet gesammelt haben würde. Aufgrund der Komplexität einer solchen Lösung und der Abhängigkeit von einem Systempartner hatten die beteiligten Entscheidungsträger der Pro Infirmis zunächst noch Bedenken. Diese wurden aber durch ein sauberes Konzept und die Prüfung von Alternativen ausgeräumt: «Wir haben unsere anfängliche Skepsis und das Konzept des Image-Ghostings schnell hinter uns gelassen», berichtet Röthlisberger. Eine Demo und der Vergleich mit anderen auf dem Markt erhältlichen Produkten habe letztlich überzeugt.

Röthlisberger schätzt vor allem das übersichtliche und prozessfreundliche Software Management: «Das ist gerade für uns mit einer vergleichsweise kleinen Umgebung und einer überschaubaren Zahl von Applikationen - darunter vorwiegend Standardprogramme - nicht unwesentlich». Dank der integrierten Entwicklungs- und Testumgebung kann das IT-Team zuerst in einer Testumgebung arbeiten, dann in die Integrations- oder Pilotumgebung wechseln und schliesslich produktiv gehen.

Wartung hinter den Kulissen

Insgesamt zieht der verantwortliche Projektleiter heute eine positive Bilanz: Die Qualität der automatisierten Installationen sei hervorragend, mit einer bisher nicht gekannten Konsistenz und ohne die Fehleranfälligkeit manueller Installationen. Seitens der Benutzer sei die Akzeptanz trotz anfänglicher Bedenken ebenfalls sehr hoch. Die Management Suite erfüllt dabei hinter den Kulissen eine zentrale Funktion, indem sie neue Applikationen schnell und unkompliziert bereitstellt, die Wartung ohne Produktivitätsverlust gewährleistet und den sicheren und stabilen Betrieb im Citrix-Umfeld rund um die Uhr garantiert. Dadurch sinkt nicht zuletzt der Administrationsaufwand erheblich und entlastet die knapp bemessenen personellen Ressourcen.

Inzwischen denkt IT-Chef Röthlisberger bereits an weitere Schritte: «Wir nutzen noch nicht alle Funktionen, die eine solche Lösung bietet». Vor allem das Lizenzmanagement könnte aktuell werden, weil es nicht nur über den installierten, sondern auch über den tatsächlich genutzten Software-Bestand Aufschluss gibt.

 

Die Projektdaten im Überblick

Betriebssysteme: Windows XP (Client),Windows Server 2003 (Server), VMWare ESX (Virtualisierung)
Software: Windows Office 2003, Abacus 2008, KiSS (Branchen-Software für die Verwaltung von Klientendossiers und Zeitleistungserfassung), MS-SQL, Exchange, Tools; alle Software dreisprachig (deutsch, französisch, italienisch)
Hardware: Citrix auf HP Blade BL460c (16x); Virtualisierung auf HP DL585 (2x) mit HP SAN MSA1500; Daten: HP Tape Library MSA6030; Client-PCs: HP dc5750. Die gesamte IT-Infrastruktur ist redundant in zwei Gebäuden verteilt.
Beteiligte Personen: Ein Projektleiter und drei Mitarbeiter aus der Pro Infirmis IT-Abteilung, drei Mitarbeiter vom Systempartner Steffen Informatik.
Infrastruktur vorher: Dezentrale Client-Server-Infrastruktur mit einem Novell Fileserver an jedem Standort (40 Serverstandorte).
Infrastruktur nachher: Zentrale Citrix- Terminalserver-Infrastruktur auf Windows Server 2003. Verbindung der Standorte über Sunrise VPN. Virtualisierte Appli-kations- und Datenbankserver mit SAN
und Tape Library zur automatischen Datensicherung.

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