Zahl der Software-Schwachstellen ist rückläufig

Im Jahr 2016 sind weltweit insgesamt weniger Software-Sicherheitslücken gemeldet worden als im Vorjahr. Das hat eine Analyse des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ergeben.

» Von NMGZ, 12.01.2017 14:51.

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Wie eine Auswertung von HPI-Wissenschaftlern ergibt, sind in den vergangenen zwölf Monaten rund 5577 Meldungen zu Software-Schwachstellen registriert worden. Das sind immer noch mehr als in den Jahren von 2009 bis 2013, aber im Vergleich zum Vorjahr weniger, denn 2015 waren es noch 6354 gemeldete Sicherheitslücken.

Die Auswertung der HPI-Wissenschaftler zeigt, dass sich die Verteilung der Schwachstellen nach Schweregrad kaum geändert hat: Wie im Vorjahr handelt es sich vorwiegend um Sicherheitslücken mit mittlerem Schweregrad (2016: 52 Prozent; 2015: 53 Prozent). Über ein Drittel sind Software-Schwachstellen mit hohem Schweregrad (2016: 39 Prozent; 2015: 37 Prozent). Der Schweregrad wird anhand des CVSS-Scores ermittelt. Eine ausführliche Statistik ist gratis auf der HPI-Webseite verfügbar. Der Grossteil der Schwachstellen könnte der HPI-Analyse zufolge «remote», also aus der Ferne, ausgenutzt werden.

«Es ist erfreulich, dass immer mehr IT-Unternehmen die Bedeutung von Schwachstellen erkannt haben. Viele von ihnen belohnen im Rahmen sogenannter Bug-Bounty-Programme die Aufdeckung und Meldung von Sicherheitslücken», so HPI-Direktor Professor Christoph Meinel. Die Unternehmen fürchteten zu Recht Imageverluste durch den Verkauf oder das Ausnutzen von Schwachstellen. Weiterhin gelte jedoch: «Computernutzer sollten darauf achten, alle Software-Produkte regelmässig auf verfügbare Updates zu überprüfen und so immer auf dem aktuellen Stand zu halten».

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