Von Bank-Hackern und Brokern ohne SuisseID
» Von , 04.04.2011 11:01.
In der Schweiz gibt es circa 2000 Versicherungsmakler. Neben den Brokern sind gut 10'000 Personen hauptberuflich damit befasst, die Konditionen der rund 25 einheimischen Versicherungsgesellschaften zu prüfen, zu bewerten und zu vergleichen. Sollte für einen Kunden ein massgeschneidertes Versicherungsangebot erstellt werden, musste sich ein Broker jeweils mit einem Token auf dem gesicherten Portal einer Gesellschaft anmelden, dort die Daten eingeben und das Ergebnis speichern. Jede Versicherung verwendete einen eigenen Token; bis zu zehn Tokens für einen Vergleich waren üblich. Diese aufwändige Prozedur war dem Zürcher Branchenverein IG B2B ein Dorn im Auge, berichtete Adrian Berger von Ergon Informatik an der ICMF/ITS-Tagung.
Handy-Nachricht statt SuisseID

Die SuisseID ist zu wenig verbreitet, meint Adrian Berger von Ergon
Heute managen Broker und ihre Mitarbeiter den Zugriff auf die Versicherungsseiten selbständig. USB-Tokens sind dafür nicht mehr notwendig. Auf der Administrationsoberfläche von IG B2B legen die Makler per Mausklick zum Beispiel einen neuen Benutzer an, wenn ein Mitarbeiter das Büro verstärkt. Auf welche Gesellschaften der neue Kollege Zugriff bekommt, entscheidet ebenfalls der Broker. Dabei könne er auf ein Rollensystem zurückgreifen, so dass nicht jede einzelne Berechtigung separat vergeben werden muss, erklärte Ergon-Mann Berger.
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