VBS will gegen Cyber-Gremien-Wildwuchs vorgehen

Das VBS ist nur ungenügend gegen Cyberangriffe gewappnet, lautet das Fazit eines internen Berichts. Grund sei ein Cyber-Gremien-Wildwuchs, der aber nun mit einer umgebauten Cyber-Strategie beendet werden soll.

» Von SDA , 29.05.2017 08:31.

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Die «Durchhaltefähigkeit des VBS» muss «bei längeren, grösseren oder parallelen Cyber-Angriffen« gegen die Schweiz «als gering» erachtet werden. Zu diesem Schluss kommt ein interner VBS-Bericht. Ein Grund: Im VBS herrschte bezüglich Cyber-Gremien Wildwuchs.

Der Bericht der Internen Revisionsstelle VBS vom September 2016 wurde vor wenigen Tagen im Internet veröffentlicht, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» und die «Südostschweiz am Sonntag» berichteten.

Ordnende Hand

Die Revisoren stellten fest, «dass im VBS in den letzten Jahren auf strategischer Ebene verschiedene Cyber-Gremien geschaffen wurden, wobei sich bis heute keines nachhaltig etabliert hat». Sie empfahlen, im VBS-Generalsekretariat eine Koordinationsstelle Cyber-Sicherheit zu schaffen. So könnten «Synergien besser genutzt, Doppelspurigkeiten vermieden und die verschiedenen VBS-Teilstrategien besser abgeglichen werden».

Im VBS hat man diese Empfehlung teilweise umgesetzt. Eine von Bundesrat Guy Parmelin im April 2016 eingesetzte Arbeitsgruppe, die einen «Aktionsplan Cyber» erarbeite, sei zum Schluss gekommen, dass ein Koordinationsorgan «zwingend notwendig» sei, schrieb VBS-Sprecherin Karin Suini in einer Stellungnahme.

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