USB-Verbindungen sind oft Datenlecks

» Von Thomas Pichler, pte, 14.08.2017 10:38.

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«Unsere Arbeit zeigt jedoch, dass wenn ein bösartiges oder manipuliertes USB-Gerät in angrenzende Ports des gleichen USB-Hubs gesteckt wird, die empfindlichen Daten abgefangen werden können», sagt Yarom. Das liegt daran, dass das elektrische Signal eines Ports ähnlich wie Wasser in einem undichten Rohr durch das Leck auch in angrenzende Leitungen gelangt. Die resultierende Möglichkeit, USB-Datenübertragungen mit einem bösartigen Gerät zu überwachen, ist durchaus problematisch. «Das bedeutet, dass Tastenanschläge, die Passwörter oder andere private Daten darstellen, leicht geklaut werden können.»

Realistische Bedrohung


Die Forscher werden genauere Details zum Sicherheitsleck im Rahmen des USENIX Security Symposium präsentieren. Schon vorab ist klar, dass die Lücke wirklich praxisrelevant werden könnte. Denn das Team aus Adelaide hat gezeigt, dass es mit einer modifizierten USB-Leuchte Tastenanschläge abhören und via Bluetooth an ein anderes Gerät übertragen kann. Es dürfte also leicht sein, vergleichbare Angriffe mit scheinbar harmlosen USB-Sticks durchzuführen.

Immerhin ist seit Jahren bekannt, dass die meisten Nutzer irgendwo gefundene USB-Sticks völlig unbedacht in Firmencomputern einstecken. So soll beispielsweise Stuxnet einst seinen Weg in iranische Atomanlagen gefunden haben. Für die USB-Lücke wären vermeintliche USB-Sticks mit leichten Modifikationen interessant. Enthält ein Stick auch Funkchip und SIM, lassen sich damit erbeutete Daten via SMS an Hintermänner eines Angriffs schicken.

(Pressetext.com )

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