USB-Verbindungen sind oft Datenlecks

Angrenzende USB-Peripheriegeräte können theoretisch Datenströme anderer USB-Devices «sehen». Bislang wurde angenommen, dass Daten vor Angriffen anderer USB-Geräte sicher sind.

» Von Thomas Pichler, pte, 14.08.2017 10:38.

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Die bei Computern weitverbreiteten USB-Verbindungen sind ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Denn in vielen Fällen lecken sie Daten, wie Forscher der University of Adelaide gezeigt haben. Externe Geräte sehen dabei Daten, die eigentlich für die Peripherie an einem anderen USB-Port gedacht sind. Das könnten sich Hacker zunutze machen, um mit manipulierten USB-Geräten beispielsweise Passworteingaben auf einem USB-Keyboard zu belauschen.$

Gängiges Datenleck

Von über 60 getesteten Computern und externen USB-Hubs haben über 90 Prozent die Crosstalk-Schwachstelle gezeigt, bei der für einen USB-Port bestimmte Datenströme von anderen Ports mitgelesen werden können. Problematisch ist das aufgrund der gängigen Nutzung von USB-Schnittstellen. «USB-Geräte umfassen Keyboards, Kartenlesegeräte und Fingerabdruckscanner, die oft empfindliche Informationen an den Computer senden», erklärt der projektleitende Informatiker Yuval Yarom. Bislang wurde angenommen, dass diese Daten vor Angriffen mithilfe anderer USB-Geräte sicher sind.

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