Tipps für Paranoide (Teil 1): Im Web unterwegs

» Von Jens Stark , 18.03.2014 11:59.

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Tipp 2: Bis hier hin und nicht weiter

Welche Daten sind persönlich? Traditionell sind diese Informationen im Datenschutzgesetz (Bundesgesetz über den Datenschutz, Art. 3, Bestimmung a) definiert. Unter sogenannten «Personendaten» versteht man «alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen». Hierzu gehören gemäss Schweizer Gesetzgebung nicht nur Infromationen zu natürlichen, sondern auch zu juristischen Personen. Neben klassischen Personendaten wie der eigenen Krankengeschichte gehören heute auch Informationen wie die E-Mail-Adresse dazu.

Wenn man Daten einmal als persönlich deklariert hat, sollte man diese auf keinen Fall mehr herausgeben, auch dann nicht, wenn man darum gebeten wird. Kann man gewisse Dienste nur dann nutzen, wenn entsprechende Infos nötig sind, sollte man sich entweder überlegen, ob man den Service braucht, ob ein vergleichbarer Dienst weniger «gwundrig» ist oder ob man unseren Tipp 3 berücksichtigen sollte.

Tipp 3: Lüge wie gedruckt

Lügen habe ja kurze Beine. Im Web schützen sie dagegen gegen den Datenhunger gewisser Websites. Sicherheitsexperten sind sich hier einig: Man sollte nie sein richtiges Geburtsdatum verwenden, noch die wirklich private E-Mail-Adresse, die Hausadresse oder Telefonnummer auf Seiten, welche keine direkte Verwendung für diese Daten haben.

Eine Wegwerf-ID ist in diesem Zusammenhang brauchbar, und es gibt Websites wie GMX (hier sind bis zu 20 sogenannte Fun-Adressen wählbar) oder DoNotTrackMe, welche Einmal-, bzw. recyklierbare Email-Adressen vergeben.

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