So gross ist die Cybergefahr bei Industrieanlagen

22 Prozent der im industriellen Umfeld verwendeten Computer sind in der zweiten Jahreshälfte 2016 Ziel einer Attacke gewesen. Dies zeigt eine Studie von Kaspersky.

» Von Jens Stark , 29.03.2017 14:30.

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Die vom Kaspersky CERT (Computer Emergency Response Team) durchgeführte Studie über Cyberbedrohungen für industrielle Kontrollsysteme (ICS, Industrial Control Systems) zeigt, dass die Cybergefahren für Industrierechner steigen. So wurde in der zweiten Jahreshälfte 2016 bei 22 Prozent der im industriellen Umfeld eingesetzten Computer der Download von Schädlingen und der Zugang zu Phishing-Seiten blockiert. Somit war fast jede fünfte Maschine einer Infektion oder einer Kompromittierung von Zugangsdaten über das Internet ausgesetzt.

Das Internet ist jedoch nicht die einzige Bedrohungsquelle, auch Wechseldatenträger stellen ein grosses Problem dar. So wurden im Untersuchungszeitraum auf 10,9 Prozent der Computer, auf denen ICS-Software installiert war, nach einer Wechseldatenträger-Verbindung Malware-Spuren gefunden.

Darüber hinaus wurden bei 8,1 Prozent der von Kaspersky Lab analysierten Industriecomputer gefährliche E-Mail-Anhänge und in E-Mails eingebettete Skripte blockiert. Die Malware wird meistens in Office-Dokumenten (MS Office oder PDF) versteckt. Über Social-Engineering-Techniken bringen die Angreifer die Mitarbeiter dazu, die kompromittierten Dateien herunterzuladen und die Malware auf industriellen Computern auszuführen.

Unter der für Attacken auf Industrieunternehmen eingesetzter Malware finden sich Spyware, Backdoors, Keylogger, Finanz-Malware, Ransomware und Wiper-Programme. Die Schädlinge sind in der Lage, die Kontrolle eines Unternehmens auf sein ICS-System zu beeinflussen. Ausserdem können zielgerichtete Angriffe durchgeführt oder die Fernkontrolle erlangt werden.

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