Snowden: Smartphones sind Wanzen

In einem Interview für die BBC gibt Edward Snowden detailliert Auskunft über die Methoden, mit denen der britische Geheimdienst GCHQ Smartphones abhört.

» Von awp/jst, 06.10.2015 10:53.

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Der US-Whistleblower Edward Snowden bedauert, dass er nicht schon früher Informationen über die Vorgehensweisen von Geheimdiensten veröffentlicht hat. «Ich bereue, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, denn je länger man solche Programme gewähren lässt, desto tiefer graben sie sich ein», sagte der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA der britischen BBC in einem am Montagabend ausgestrahlten Interview, das leider ausserhalb des Vereinigten Königreichs nicht betrachtet werden kann.

Er habe zwar bezahlt für seine Entscheidung, Geheimnisse zu verraten, fühle sich damit aber wohl. «Falls ich morgen nicht mehr da bin, bin ich glücklich mit dem, was ich hatte», sagte der 32-Jährige in Moskau, wohin er nach seinen Enthüllungen geflohen war.

Die Schlümpfe des GCHQ

In dem Interview sprach Snowden auch über nach «Schlümpfen» (Englisch: Smurfs) benannte Programme, mit denen der britische Geheimdienst GCHQ (Government Communications Headquarters) Smartphones ohne Wissen der Besitzer an- und ausschalten sowie über das Mikrofon mithören könne. Ein Programm erlaube es ausserdem, Aufenthaltsort und Bewegungen eines Menschen über sein Handy genau zu bestimmen. Über die «Smurfs»-Programme hatte unter anderem der «Guardian» im Januar 2014 berichtet. Eine GCHQ-Sprecherin sagte, der Dienst halte sich an die Gesetze und breche nicht die Europäische Menschenrechtskonvention.

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