Sichere Dropbox für Schweizer Verwaltungsräte

Für unkritische Daten ist Dropbox bestens geeignet. Schweizer Verwaltungsräte arbeiten oftmals mit geschäftskritischen Unterlagen. Dafür gibt es spezielle IT.

» Von Mark Schröder , 16.09.2014 09:35.

weitere Artikel

Verwaltungsräte in der Schweiz arbeiten heute mehrheitlich mit dem iPad. «Bis zu 95 Prozent der Board-Mitglieder nutzen das Apple-Tablet», weiss Gabriel Gabriel. Er sollte es wissen, denn seine Firma stellt Verwaltungsräten von Grossunternehmen eine hochsichere IT-Plattform bereit. Brainloop hat hierzulande circa 50 Kunden, darunter die Aufsichtsgremien von Axa Winterthur, Raiffeisen und Zurich. Welche Informatik die Verwaltungsräte fordern und benötigen, erklärt Managing Director Gabriel im Gespräch mit Computerworld.

Die Sicherheit steht bei der IT-Plattform an erster Stelle, sagt Gabriel. Die Lösung heisst dann auch «Secure Boardroom». Aus dem Blickwinkel der Techniker ist Secure Boardroom allerdings «nur» ein Modul im Secure Dataroom Center. Allerdings ist der virtuelle Speicherort besonders gesichert: Der Anbieter spricht von 256-Bit AES-Verschlüsselung für die Storage und 256-Bit SSL für die Datenübertragung. Für die Rechteverwaltung auf Datei-Ebene wird Technologie von Adobe und Microsoft verwendet.

Weiter hat der Anbieter Sandbox-Apps für Notizenverwaltung und Kommentare auf Tablets im Portfolio. Aktuell werden Geräte auf der Basis von Android und iOS unterstützt, ab November wird – mit Support von Microsoft – auch eine App für Windows verfügbar sein. Alternativ lassen sich schon heute Dokumente via Konnektoren für Excel, Notes, Outlook, PowerPoint, SAP und Word lediglich als Link versenden. Dabei bleiben die eigentlichen Daten im Boardroom; der Empfänger kann den Inhalt nur dann lesen oder bearbeiten, wenn er die entsprechenden Berechtigungen für sowohl den Speicherplatz als auch das Dokument besitzt. So bleiben Informationen im geschlossenen Benutzerkreis des Verwaltungsrats.

Die Backend-Systeme für Secure Boardroom sind auf Servern in der Schweiz installiert, erklärt Gabriel. Der Anbieter ist in erster Linie ein Cloud-Provider. Jedoch würde Brainloop auf Wunsch auch lokale Installationen anbieten – gegen entsprechende Bezahlung. Diese Wahlmöglichkeit werde von den Schweizer Kunden geschätzt, so der Landeschef. «Die Migration in die Cloud und zurück erleichtert die Kaufentscheidung bei Finanzkonzernen, die heute noch nicht wissen, wohin sich die FinMa-Regulierung entwickelt», führt er aus.

Die Entwicklung von Brainloop selbst in der Schweiz ist nach den Worten Gabriels vorgezeichnet: Der Anbieter will von heute fünf Angestellten bis Mitte 2015 auf zehn Mitarbeiter wachsen. Aktuell unterstützt der Hersteller die Raiffeisen-Genossenschaft dabei, die 305 eigenständigen Banken plus den St.Galler Hauptsitz jeweils mit Secure Boardrooms auszustatten.

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.