Schweizer KMU haben Nachholbedarf bei der IT-Sicherheit

» Von Luca Perler , 10.11.2017 12:00.

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Sicherheitsvorfälle bei zwei Drittel der KMU

Vor Cyber-Gefahren schützen sich die meisten KMU mit Backups, Antiviren-Software, Firewalls und Updates, wie die Ergebnisse zeigen. Rund ein Viertel der Befragten setzt beim Datenschutz zudem auf Verschlüsselungstechnologien. Aus der Studie geht jedoch auch hervor, dass rund zwei Drittel aller befragten Firmen im Jahr vor der Studie von Sicherheitsvorfällen betroffen waren. Dabei handelte es sich zu einem grossen Teil um böswillige Angriffe von aussen.

Nur bei wenigen Unternehmen beeinträchtigten die Vorfälle allerdings das Kerngeschäft, somit scheinen die von den KMU getroffenen Massnahmen mehrheitlich zu funktionieren. Laut Hirschi und Portmann wird die Angriffsfläche der KMU in Zukunft aber nicht kleiner – insbesondere durch den Einsatz neuer Technologien wie Remote-Desktops oder Cloud-Anbindungen. Ohne geeignete Schutzmassnahmen würden erfolgreiche Angriffe damit wahrscheinlicher.

Nachholbedarf sehen die beiden Experten deshalb vor allem in den Bereichen Governance und Organisation. «Eine gesamtheitliche Verbesserung der Situation in den KMU setzt voraus, dass die Firmen einerseits mehr Personal für die Informationssicherheit bereitstellen und die betreffenden Mitarbeiter besser schulen», so Empfehlung der Studienautoren.

Genau diese beiden Aspekte hindern KMU aber auch an der Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen. Viele von ihnen gaben in der Studie fehlendes Know-how und fehlende personelle Ressourcen als grösste Hürden an. Zuversichtlich stimmt hingegen: 30 Prozent der Befragten haben angegeben, dass es bei der Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen eigentlich keine Hindernisse gibt.

Die gesamte nationale Studie zur Informationssicherheit in Schweizer KMU kann hier heruntergeladen werden.

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