Schweizer Firmen glauben an ihre Cyberabwehr

Einen komplexen Cyberangriff aufdecken und abwehren, ist keine einfache Sache. Trotzdem finden gut 40 Prozent der von EY befragten Schweizer Unternehmen, dass sie genau dazu in der Lage seien.

» Von pd/jst, 02.02.2017 14:40.

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Den Ergebnissen der 19. jährlichen EY Global Information Security Survey zufolge meinen 40 Prozent der in der Schweiz befragten Unternehmen, dass sie komplexe Cyberangriffe aufdecken könnten. Diese Überzeugung basiert auf ihren Investitionen in vorausschauende Informationssysteme (Cyber Threat Intelligence), um vorherzusagen, was sie bezüglich möglicher Angriffe erwartet, in eine laufende Überwachung, in Security Operations Centers sowie in aktive Verteidigungsmechanismen.

«Schweizer Unternehmen sind sich relativ zuversichtlich, dass sie einen komplexen Cyberangriff vorhersagen und ihm widerstehen können», so Tom Schmidt, EY Cybersecurity Leader Schweiz. Aus diesem Grund zögern vielleicht einige Unternehmen, trotz der wachsenden Bedrohung, in ihre Fähigkeit zum raschen Wiederaufbau zu investieren. An der Umfrage zu den Herausforderungen der Cybersicherheit, denen Unternehmen heute im digitalen Ökosystem gegenüberstehen, nahmen weltweit 1735 Unternehmen teil, 49 davon aus der Schweiz.

Grossteil der Cybersicherheit-Funktionen noch nicht auf dem neusten Stand

Trotz Investitionen in die Cybersicherheit gaben 84 Prozent der Schweizer Teilnehmer (86 Prozent der weltweiten Teilnehmer) an, dass ihre Massnahmen zur Cybersicherheit die Bedürfnisse des Unternehmens nicht vollständig abdecken. Über die Hälfte (59 Prozent) der Schweizer Unternehmen haben kein formelles Cyber-Threat-Intelligence-Programm. Im Hinblick auf die Identifikation von Schwachstellen besitzen nahezu die Hälfte der Befragten (49 Prozent) keine oder nur informelle Fähigkeiten in diesem Bereich. 42 Prozent haben kein SOC (Security Operations Center), welches die Gefahr durch Cyberangriffe kontinuierlich überwacht.

65 Prozent der Schweizer Teilnehmer und 57 Prozent der weltweiten Teilnehmer gaben an, dass sie kürzlich Cybersicherheits-Vorfälle in ihren Unternehmen hatten. Über ein Drittel (37 Prozent) nannte veraltete Sicherheitskontrollen oder eine veraltete IT-Architektur als grösste Schwachstelle, während es weltweit 48 Prozent waren. Ferner meinten die Schweizer (gleich wie die ausländischen Teilnehmenden), dass die wesentlichen Cyberbedrohungen im Steigen begriffen seien.

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