Schweizer Energienetze schlecht vor Cyberangriffen geschützt

Mehr als zwei Drittel der Schweizer Elektrizitätswerke befürchten Stromausfälle als Folge von Cyberattacken. Das zeigt eine Studie der Beratungsfirma EY.

» Von Jens Stark , 24.07.2017 06:45.

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Strom und Gas sind für eine Volkswirtschaft unverzichtbar. Wird die kontinuierliche Lieferung länger als einige Stunden unterbrochen, verschlechtert sich die Versorgungslage rasch und es drohen grosse Schäden.

Diese Gefahr ist real: Denn 68 Prozent der Elektrizitätswerke und Energieversorger befürchten Stromausfälle aufgrund von Hackerangriffen, wie eine aktuelle Umfrage des Beratungsunternehmens EY beim Top-Management von 82 Schweizer Elektrizitätswerken und Energieversorgern zeigt. «Für Energieunternehmen ist Cyberkriminalität inzwischen ein ähnlich grosses Risiko wie Naturkatastrophen oder Brände», sagt Alessandro Miolo, Energy Sector Leader bei EY Schweiz. Wenn mehr als zwei Drittel der Schweizer Energieversorger Stromausfälle durch Cyberattacken befürchten, zeige das den enormen Handlungsbedarf. «Die Verteilnetze und die IT-Systeme sind oft nicht auf dem neusten Stand. Die Verteilnetzbetreiber müssen nachrüsten, und das nicht nur im Hinblick auf die Sicherheit», empfiehlt deshalb Miolo.

Neue Jobs für IT-Sicherheitsbeauftragte

Immerhin: Die Unternehmen haben das Problem erkannt und möchten ihre Netze besser schützen, wie die Befragung zeigt: 45 Prozent der Unternehmen wollen einen IT-Sicherheitsbeauftragten einsetzen oder haben das bereits getan. 44 Prozent haben ein Informationssicherheits-Managementsystem eingeführt oder denken darüber nach.
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