PGP-Erfinder will bessere Technik gegen den Polizeistaat

» Von Jens Stark , 08.05.2015 07:13.

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Appell an die Ingenieure

Zum Abschluss seines Vortrags richtete er einen regelrechten Appell an die zahlreichen Entwickler und Ingenieure im Saal.

«Ihr habt es in der Hand, welche Art von Sicherheits-Technik ihr bauen möchtet. Ihr könnt architektonische Entscheidungen treffen, welche die Abhörung durch Regierungen erschwert, etwa in dem die Schlüssel dezentral gelagert werden», mahnt er an und erwähnt als gutes Beispiel die neuste iPhone-Generation von Apple, bei welcher der Fingerabdruck im Lesechip auf dem Gerät gespeichert und nicht irgendwo auf einem zentralen Server abgelegt werde, wo sich die NSA und andere Geheimdienste nur bedienen bräuchten.

«Baut also Systeme, die es einem Polizeistaat nicht zu leicht machen. Erhöht vielmehr die ‚bürgerliche Hygiene’ in Eurer Technik», so Zimmermann. «Versucht somit Dinge zu entwickeln, bei denen ihr später Euren Kindern noch in die Augen schauen könnt und ihnen nicht erklären müsst, wie ihr zum Problem beigetragen habt», so der Appell des PGP-Vaters.

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KOMMENTARE

Dr. Feelgood: 08-05-15 19:29

@Morat Ademi

FULL ACK
Aber Merke: Informatiker mit Hochschulabschluss bedeutet nicht zwangsläufig alltägliche Intelligenz.
Es gibt da ja auch sogenannte Fach-Idioten, denen der Horizont auch nur bis zum nächsten Byte reicht.

Ich sage schon lange, USA boykottieren, denn gerade da ist sprichwörtlich ohne Moos nix los.
Und wenn das nicht stimmt, kann auch ein Friedensnobelpreisvernichter sehr schnell straucheln und auf dem Boden der Realität landen, anstatt die Welt zu überwachen und überall Krieg zu stifften.

Das Problem hier ist, dass der Bundesrat auch nicht den Mumm hat, sich gegen den Schurkenstaat USA klar zu positionieren. Leider.

Morat Ademi: 08-05-15 11:07

Super Beitrag. Wenn es doch nur nicht soviele Ignoranten gäbe. Ein aktuelles Beispiel:
Ich habe gerade Email Verkehr mit einem Informatiker mit Hochschulabschluss. Die Kommunikation ist heikel und eignet sich hervorragend für Industriespione.
Nun stellte ich dem Informatiker meinen signierten PGP Public Key zur Verfügung. Den ignoriert er mal komplett bzw. hat nicht einmal Ahnung wie das funktioniert und auch kein Interesse sich damit zu befassen. Ich weiss nicht was die an der Uni lernen. Auf jeden Fall gibt es da für einige nur die Microsoft Welt mit Windows und Office und Sicherheit wird dem Betriebssystem überlassen. Und das ist schon mal ganz schlecht wenn es um Datensicherheit geht.
Da der Informatiker nicht einsichtig ist und nicht verschlüsselt, verweigere ich die Kommunikation via Email mit ihm.
Das Problem ist. Wir spüren nichts von der Überwachung. Wenn Probleme auftauchen ist es zu spät.
Die Menschen müssen sensibilisiert werden. Das geht nicht mit closed Source Betriebssystemen und Cloud Speicher. Vorallem nicht bei US-Firmen, die ja von gesetztes wegen der NSA/ US-Behörden alles zur Verfügung stellen müssen und darüber nicht sprechen dürfen. Wie sich herausstellte auch für Daten welche auf Servern die nicht auf US-Boden stehen gespeichert werden.
http://www.pressebox.de/pressemitteilung/uniscon-gmbh-the-web-privacy-company/US-Gerichtsbeschluss-gegen-Microsoft-Hohe-Risiken-fuer-vertrauliche-Unternehmens-Daten-in-auslaendischen-Clouds/boxid/682348
Microsoft scannt in vorauseilendem Gehorsam alles was auf der Cloud gespeichert wird. Und meldet bei Verdacht auf was auch immer das ganze den entsprechenden Behörden und leitet die Daten weiter.
http://www.netzwelt.de/news/150675-onedrive-microsoft-meldet-cloud-inhalte-deutsche-polizei.html
Also Finger weg von OneDrive und Office 365, Gilt auch für Google, Yahoo, Facebook, Twitter usw.
Microsoft markiert/ verändert Daten welche auf die Cloud geladen wurde. Zwecks Indexierung (Die haben wir schon gescannt)
Mit Windows 10 geht die Überwachung einen Schritt weiter. Auch wenn es hart ist. Sucht Alternativen, es darf so nicht mehr weitergehen.

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