Passwort-Pille in Entwicklung

Passwörter nerven, sind aber für die Identifikation von Nutzern immer noch omnipräsent. Motorola hofft nun mit Passwort-Pillen und -Tätowierungen die tägliche Authentifizierung zu vereinfachen.

» Von Jens Stark , 03.06.2013 11:02.

Die Passwort-Pille von Motorola läuft unter dem Namen «Proteus Digital Health» und wurde bereits von der FDA, der US-Kontrollbehörde für Lebens- und Arzneimittel, gutgeheissen. Die Tablette lässt sich schlucken und beinhaltet einen Chip, der Signale aussendet. Diese können von einem Smartphone empfangen werden und identifizieren damit den Anwender. Der Mini-Sender der Passwort-Pille erhält seine Energie von einer Batterie, die von den Magensäften des Trägers gespeist werden. Die «Arznei» müsste täglich eingenommen werden.

Doch nicht nur an die orale Passwort-Applikation haben die Motorola-Tüftler gedacht, sie haben auch einen Weg gefunden, um temporäre Tätowierungen mit Schaltkreisen auf der Haut aufzubringen. Auch hier werden die Signale an das Smartphone übermittelt, wenn dieses nahe genug an den Aufdruck gehalten wird. Die Tatoos wurden von MC10, einer Firma aus Massachusetts, bereits hergestellt.

Sowohl Passwort-Pille als auch -Tätowierung funktionieren laut Motorola. Allerdings werden beide Lösungen nicht so schnell auf den Markt kommen. Wie Dennis Woodside von Motorola, der die beiden Techniken während der kürzlich abgehaltenen All-Things-D-Konferenz (D11) zusammen mit Regina Dugan zeigte, erklärt, hätten Endanwender wohl für beide Verfahren Vorbehalte. So sei ungewiss, ob die Benutzer bereit sind, eine sichtbares Tätowierung zu Passwortzwecken ständig am Arm zu tragen. Noch unsicherer ist natürlich noch, ob die User gewillt sind, jeden Tag eine Pille zu schlucken, um auf ihr Smartphone zugreifen zu können.

Video: Motorolas Präsentation an der D11

(ab ca. 17:00 geht es um die Passwort-Tätowierung und -Pille)

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