IoT: «Wir befinden uns in der Sturm-und-Drang-Phase»

An einer Veranstaltung der ISSS in Bern wurden Chancen und Risiken des Internets der Dinge erörtert. Klar ist eigentlich nur, dass es noch viele offene Fragen gibt.

» Von Jens Stark , 26.11.2015 10:21.

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In Sachen Internet der Dinge befänden wir uns in einer Sturm-und-Drang-Phase. Dies konstatiert Hannes Lubich, Professor für ICT System und Service Management am Institut für Mobile und Verteilte Systeme an der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz während seiner Keynote an der 18. Berner Tagung für Informationssicherheit, die sich mit einer ganzen Reihe von Beiträgen den Chancen und Risiken des Internet of Things (IoT) widmete und von der Information Security Society Switzerland (ISSS), einem Schweiz-weiten Verband von ICT-Security-Experten, durchgeführt wurde. «In dieser Phase», so Lubich weiter, «gibt es wie bei jeder invasiven Technologie Höhen und Tiefen. Es gibt Propheten, die davon sprechen, was kommen wird, und jene, die hinterher erklären, warum es anders herausgekommen ist».

Keine Zeit mehr bei die Einführung

Erste Risiken treten schon jetzt zutage. Man erkenne, dass man auch diese neue Technik gebrauchen und missbrauchen könne. Es gibt aber laut Lubich einen grossen Unterschied zu früheren Technologie-Einführungen wie etwa dem Aufkommen des Automobils. Dort hätte man zwar auch erst einmal die Technik entwickelt und später dann Regeln erstellt, wie mit dieser umzugehen sei, etwa dass man auf der einen oder anderen Strassenseite zu fahren habe. «Doch für die Einführung dieser disruptiven Technologien und für deren Adaption hatte die Menschheit mehrere Generationen lang Zeit. Diese Zeit haben wir nun nicht mehr», stellt er fest.

Der Mensch verhält sich bei der Adaption von IoT wie immer sehr gefährlich. «Wir schliessen irgendwelche Dinge an, die an sich schon unsicher sind, über Netze, bei denen wir Mühe haben, sie abzusichern, mit Applikationen, die wir kaum im Griff haben, die ständig Fehler produzieren, und haben den Eindruck, das komme dann schon gut», meint er treffend.

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