Internet der Dinge: Alles ist hackbar

» Von Jens Stark , 22.05.2014 06:00.

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Vorsichtsmassnahmen

Und wie können sich die Unternehmen schon heute vor einigen der schlimmsten Auswüchse des Internet der Dinge schützen? Als ersten Schritt empfiehlt Sicherheitsexperte Wüest, zunächst eine Inventur vorzunehmen. «Nur wenn man weiss, dass die Geräte existieren, kann man eine Risikoanalyse machen und Schutzmassnahmen treffen», sagt er. Je nachdem sollte man diese Geräte dann abschotten, etwa durch Firewalls, IPS (Intrusion Prevention Systems), Proxies oder ACL (Access Control Lists), und die Zugriffsberechtigungen minimieren, empfiehlt er. Weitere Security-Massnahmen wie die Verwendung von Nicht-Standard-Passwörtern gelten natürlich auch für das Internet der Dinge.

Peter Brandt schlägt in diesem Zusammenhang vor, dass die Geräte des Internets der Dinge «grundsätzlich in getrennten Netzwerken laufen, damit der Zugriff auf andere, wertvollere Systeme nicht möglich ist». Die Daten könnten dann etwa erst in der Cloud zusammengefügt werden, falls verschiedene Sensornetzwerke oder Device-Klassen zusammen­arbeiten sollen. Diese Strategie sei sogar bei der Einrichtung zu Hause möglich, meint Brandt. Allerdings sei dafür ein gewisses technisches Know-how des Endanwenders nötig – aber leider selten vorhanden. «De facto ist es aber so, dass viele Consumer schon froh sind, wenn sie das neue Gadget überhaupt so zum Laufen bekommen, wie es beworben wurde. Je mehr Hürden der Hersteller einbaut, die der Sicherheit dienen, desto schwerer nutzbar wird das Gerät für die meisten Endanwender», erläutert Brandt. Ein Dilemma, aus dem die Industrie schnellstens einen Ausweg anbieten sollte.

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