Hybrid-Malware: Virus und Wurm zugleich?

  

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» Von idg , 27.01.2012 10:14.

Virenverseuchter Wurm trifft auf Antiviren-Software

Ein mit einem Virus infizierter Wurm verbreitet jedoch nicht nur sich selbst sondern auch den Virus weiter. Landet dieser Hybrid auf einem Rechner mit Antivirusprogramm, ist folgendes Szenario denkbar: Das Schutzprogramm erkennt den Virus und versucht die infizierte Datei zu reparieren. Übrig bleibt der Wurm, der zwar funktionsfähig, jedoch nicht mehr völlig identisch mit seiner ursprünglichen Form ist. Die Desinfektionsroutinen können je nach Art der Virusinfektion das Original einer Programmdatei nur bedingt restaurieren. Löschen wäre hier die bessere Wahl.

Eine mögliche Folge der Reparatur könnte sein, dass der Wurm von Antivirus-Software nicht mehr erkannt wird, da es sich um eine neue Schädlingsvariante handelt. Je nach Antivirusprogramm können bei solchen Reparaturversuchen sogar verschiedene neue Varianten entstehen. Moderne Antivirus-Software verlässt sich allerdings nicht mehr ausschliesslich auf statische Virensignaturen, um Schädlinge zu erkennen. Das Werkzeugarsenal umfasst etwa auch heuristische Methoden und Verhaltensanalyse, sodass die Chance besteht die neue Mutation dennoch zu entdecken.

Bitdefender befürchtet, dass Malware-Programmierer künftig zunehmend gezielt solche Mischformen entwickeln könnten. Es gibt sie schon seit etlichen Jahren, meist als Kreuzung aus Wurm und Trojanischem Pferd. Letztere können sich eigentlich nicht selbsttätig verbreiten - mit der Einkreuzung der Wurmeigenschaften erhalten sie diese Fähigkeit. Die klassische Unterteilung der Schädlinge in Viren, Würmer und Trojanische Pferde gilt längst nicht mehr.

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