Grossreinemachen im Netzwerk

Mit der Mime-Sweeper Web Appliance ENW10 hat Clearswift einen gut kehrenden Besen für allerhand Malware-Geschmeiss im Angebot.

Diverse Grafiken veranschaulichen dem Administrator die Gefahrenlage.(Bild:IDG)
  

» Von Jens Stark, 29.08.2007 09:02.

Viren und sonstige Malware sollten bereits vor den Toren des Firmennetzwerks abgefangen werden, bevor sie die PC infizieren können. Ein solcher Security-Filter ist auch die Mime-Sweeper Web Appliance ENW10 von Clearswift, die unser Testlabor unter die Lupe genommen hat. Die Lösung filtert sämtlichen Webverkehr einschliesslich der Mail- und FTP-Kommunikation (File Transfer Protocol) und hält unliebsame Datenpakete aussen vor. Hardware-mässig baut die Lösung auf einem Poweredge-1950-Server von Dell auf. Sie ist zudem vollgestopft mit Antiviren-Software von Kaspersky Labs, einem Spyware-Schnüffler von Aluria und einem Link-Blocker, der auf einer URL-Datenbank (Unified Ressource Locator) aufbaut, deren Herkunft Clearswift nicht verrät.

Im Test gingen dieser Hardware-Software-Kombination allerhand Viren, Trojaner und Spionageprogramme in Netz, selbst dann, wenn sie tief in Office- und PDF-Dokumenten (Portable Document Format) versteckt waren. Zudem schaut Mime-Sweeper auch in Zip-Archiven und in ausführbaren Dateien nach Elementen, die sich im Firmennetz auffällig benehmen würden. Gefallen hatten die Tester auch an den automatischen Updates der Appliance. Einmal installiert, könne man sie schlicht vergessen, was vor allem für kleinere Firmen von Interesse sein dürfte.

Nachteile wurden allerdings ebenfalls sichtbar: So vermag Mime-Sweeper keinen Webverkehr zu analysieren, der mit Hilfe von HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) und SSL (Secure Sockets Layer) geschützt wird, wie dies bei Lösungen von Blue Coat oder Secure Computing der Fall ist. Eine typische Installation für 500 User kostet umgerechnet rund 22'000 Franken.

www.clearswift.com

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