Gesetzestreue Archivare

    

» Von Remo Rossi, 09.07.2007 08:43. Letztes Update, 09.07.2007 08:44.

Als Worm-Storage haben sich hierbei Nearline-Systeme (Near Online) etabliert. Sie sind eine kostengünstige Alternative zu Systemen mit High-end-Disks und arbeiten beispielsweise mit Sata-Technik (Serial Advanced Technology Attachment). Besonders interessant sind Storage-Systeme, die gleichzeitig online und über Worm Storage bereitstellen. Günstigere Festplatten erfordern jedoch ein höheres Mass an Absicherung: Dies kann etwa durch die Verwendung doppelter Paritätskontrolle (Parity) ausgeglichen werden. Das Verfahren erhöht die Fehlertoleranz im Raid (Redundant Array of Independent Disks), so dass erst der Ausfall von drei Festplatten zu Prob-lemen bei der Datenintegrität führt.

Darüber hinaus sollte die Datenspiegelung (Mirroring) in Betracht gezogen werden. Vorschriften des Gesetzgebers können es erfordern, eine Kopie des Archivs an einem zweiten Standort vorzuhalten. Die einfachste und naheliegendste Umsetzung wäre die Replizierung der Daten vom primären Storage-System auf ein sekundäres an einem anderen Standort.

Aus Flexibilitätsgründen empfehlen sich applikations- oder datenspezifische Worm-Volumes, die parallel zum Datenwachstum ausbaufähig sind. Sind Spare-Festplatten auf dem Speicher vorhanden, lässt sich die Grösse der Worm-Volumes jederzeit einfach und dynamisch erweitern. Damit wird verhindert, dass ein unumkehrbarer Prozess entsteht, bei dem der freie Platz in einem sehr grossen Worm-Volume mit bedeutungslosen Daten belegt wird, die aus Versehen eine unendliche Aufbewahrungsfrist erhalten haben.

Die Software macht den Unterschied

Die Hardware ist jedoch nur die halbe Miete. Compliance-Richtlinien stellen umfassende Anforderungen an das Information Lifecycle Management, also die Verwaltung des Lebenszyklus> von Daten. Diese gehen über die blosse Datenspeicherung weit hinaus. Themen wie verschlüsselte Speicherung, Datenklassifizierung, übergreifende Suche und langfristig gesicherter Zugriff werden immer wichtiger.

Diesbezüglich gibt es heute bereits Software, welche den Betrieb eines Worm-Disk-Speichers regelt. Zu den Vorteilen solcher Tools im Vergleich zu herkömmlichen Worm-Storage-Systemen zählen die deutlichen Verbesserungen punkto Performance, Kapazität und Verfügbarkeit bei spürbar geringerem Management-Overhead. Im Idealfall steht diese Funktionalität bereits auf den Speichersystemen zur Verfügung. Bei derartiger Software ist auf eine offene Connectivity zu achten, so dass die Integration zwischen Applikationen und Storage-Plattformen ebenso vereinfacht wird wie der Zugriff auf die Daten.

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