Firewalls richtig konfigurieren

Eine Desktop-Firewall schützt Rechner effektiv vor Angriffen aus dem Internet. Allerdings darf beim Konfigurieren kein Fehler passieren.

  

» Von idg, 25.07.2007 09:18.

Würmer verbreiten sich über Sicherheitslücken. Sie infizieren ein System, das mit dem Internet verbunden ist und dem die aktuellen Patches fehlen. Schutz gegen diese Schädlinge bietet - einmal abgesehen von den Patches - eine Firewall. Sie blockt alle unerwünschten Anfragen aus dem Internet ab und sperrt damit auch die Schädlinge aus. Software-Lösung benachrichtigen die Anwender, wenn ein Programm online gehen will, das nicht ausdrücklich erlaubt wurde. So erhält der Nutzer zunächst einen genauen Überblick darüber, welche Online-Aktivitäten sich auf seinem Rechner abspielen. Vor allem aber ist diese Funktion das letzte Bollwerk: Sollte sich ein Schädling oder Spionage-Programm am Antiviren-Tool vorbeigeschmuggelt haben, werden Anwender darauf aufmerksam, sobald es Kontakt mit dem Internet herstellen will.

So lange eine Firewall nicht weiss, was sie erlauben und was sie blockieren soll, überschüttet sie die Anwender mit Fragen. Diese können fortgeschrittene Anwender strapazieren und Einsteiger abschrecken. Denn sie müssen beispielsweise entscheiden, ob das Programm Svchost.EXE ins Internet senden darf oder nicht. In der ersten Phase sind Geduld und Sorgfalt gefordert. Wer nämlich entnervt bei der xten Frage ,,Darf das Programm XYZ Daten ins Netz senden?", mal schnell auf ,,Ja" klickt, schafft womöglich einem Trojaner freie Bahn. Und wer bei der manuellen Konfiguration der Firewall einen Fehler macht, der verliert den Schutz vor Angriffen aus dem Internet.

Freeware oder Bezahl-Software

Im grossen Angebot an Desktop-Firewalls finden sich kostenlose Tools und Kaufprogramme. Kostenpflichtige Firewalls bieten einige Extras. Das Wertvollste ist sicher eine Liste, in der bereits viele Programme stehen, die gefahrlos online gehen dürfen. Ausserdem besitzen diese Tools Prüfmechanismen, die über einen einfachen Check von Pfad und Name hinausreichen. Die Lernphase ist bei solchen Produkten deutlich kürzer. Der Trend bei den kostenpflichtigen Firewalls geht in Richtung Komplettlösung inklusive Antiviren-Software und einiger Zusatz-Tools.

Ist ein Anwender bereit, etwas mehr Zeit in die Konfiguration seiner Firewall zu investieren, so genügt eine Freeware. Sorgfältig eingerichtet bieten die kostenlosen Tools dasselbe Sicherheitsniveau wie die Kaufprogramme. Auf jeden Fall sollte das System vor der Installation einer Firewall so sauber und sicher sein wie möglich.

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