FBI frustriert: Zu viele verschlüsselte Smartphones

Auf die Inhalte von 6900 Smartphones von mutmasslichen Verbrechern konnte das FBI im laufenen Jahr nicht zugreifen, denn sie waren verschlüsselt.

» Von Jens Stark , 25.10.2017 12:19.

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Was schon IT-Sicherheits-Guru vor Jahren im Computerworld-Interview postulierte, bewahrheitet sich einmal mehr: Verschlüsselung ist der beste Schutz vor gwundrigen Staatsstellen und sonstigen Spionen.

So hat sich Christopher Wray, Chef der US-Bundespolizei FBI (Federal Bureau of Investigation), gemäss AP an einem Kongress von Polizeichefs in Philadelphia darüber beklagt, seiner Dienststelle sei im laufenden Jahr der Zugriff auf die Inhalte auf insgesamt 6900 Smartphones verwehrt geblieben, trotz richterlichem Durchsuchungsbefehl. Grund: die Inhaber der Telefone hatten ihre Daten konsequent verschlüsselt.

«Das ist gelinde gesagt ein riesiges Problem», meinte er. «Es beeinträchtigt unsere Ermittlungen in allen Bereichen - gegen Drogenhandel, Menschenhandel, Terrorbekämpfung, Spionageabwehr, organisertes Verbrechen, Bandenkriminalität und Kindsmissbrauch», so Wray weiter.

Einmal mehr wird auf das Verhalten der Techindustrie gezielt, deren Vertreter wie etwa Apple sich in der Vergangenheit geweigert hatten, bei der Entschlüsselung von Kunden-Smartphones Hand zu bieten. Wray hofft daher wohl auf einen vor Kurzem vorgestellten Plan des US-Justizministers, schwache oder mit eigenen Worten «verantwortungsvolle» Verschlüsselung einzuführen. Diese technisch noch sehr vage gehaltene Methode soll es den Strafverfolgungsbehörden - aber niemand anderem - irgendwie ermöglichen, die Verschlüsselung  bei Verdächtigen zu knacken.

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