Drohnen lassen sich «hijacken»
Ein US-Professor hat zusammen mit Studenten demonstriert, wie einfach es ist, Drohnen zu hacken und damit zu entführen.
Diese Helikopter-Drohne konnten die Wissenschaftler kapern (Bild: UT)» Von , 05.07.2012 11:58.
Todd Humphreys, Professor an der University of Texas in Austin, hat zusammen mit Doktoranden gezeigt, wie einfach sich Drohnen, die für die zivile Nutzung gedacht sind, entführen lassen. Das Hijacking gelang ihnen, indem sie in den GPS-Empfänger einbrachen und die entsprechenden Signale für das unbemannte Flugobjekt hackten. Dadurch konnten sie die Drohne - im Fall der Wissenschaftler handelte es sich um einen Piloten-losen Helikopter - kapern.
Mit ihrer Demonstration bringen die Forscher eine Reihe von Sicherheitsbedenken aufs Tapez. Laut Humphreys werden die Hersteller wohl nicht darum herumkommen, ihre Systeme besser gegen Hackerangriffe zu schützen. «Ich möchte nicht irgendwo wohnen, wo solche Drohnen den Himmel bevölkern», meint er.
Dir ursprünglich von der Rüstungsindustrie entwickelten Drohnen werden zunehmend auch zivil genutzt. Sie sind auch in der Schweiz uneingeschränkt erhältlich und können schon einiges, wie der Testbericht unserer Schwesterzeitschrift «Digital Living» zeigt. Umso beängstigender ist es sich vorzustellen, was passiert, wenn so ein Flugobjekt gekapert wird.
Video des US-Fernsehsenders CBS über das Drohnen-Hijacking der Texaner:



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