Die Cloud ist Hackers Liebling

Cloud-Computing ist auch für die "Benutzer"-Gruppe der Hacker äusserst interessant.

  

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» Von Jens Stark , 18.11.2010 13:10.

Hacker brauchen für ihre Angriffe Rechenleistung, am liebesten in rauen Mengen. Nur damit lassen sich beispielsweise Passwörter herausfinden, indem diverse Kombinationen durchprobiert werden. Einerseits liefern ihnen Botnetze aus verseuchten PC Computing-Power. Andererseits nehmen immer mehr Hacker auch Cloud-Dienste für ihre Brute-Force-Attacken zur Hilfe.

Denn die Cloud hat gegenüber Botnetzen einige Vorteile. Sie steht sofort zur Verfügung , ist zuverlässig und ihre Rechenleistung ist vorhersagbar. Der Preis ist für Hacker dabei kein Hindernis: Sie verwenden für die Begleichung der Rechnung eine gestohlene Kreditkartennummer.

Botnetze sind zwar für denjenigen, der sie aufstellt, kostenlos. Aber die Einrichtung der beteiligten PC ist aufwendig und zeitraubend. Zuverlässig ist das Ganze ebenfalls nicht, jedenfalls wird von den infizierten Rechnern keinerlei Garantie für ihre Rechenleistung gegeben.

Dass es ein Leichtes ist, die Cloud für dunkle Machenschaften anzuzapfen, hat ein deutscher Security-Experte vor Kurzem gezeigt. Er fand durch Durchprobieren in kürzester Zeit ein Passwort heraus. Dabei verwendete er Amazons neuen Cluster-Computing-Service der Elastic Compute Cloud, der für CPU-intensive Grafikberechnungen gedacht ist. Denn das Herausfinden eines Passworts und das Berechnen von Grafiken ist algorithmisch gesehen sehr ähnlich.

Kurzum: Nach nur 49 Minuten hatte er sechsstellige Passwörter geknackt. Dabei verwendete er nur eine Cluster-Instanz, was ihn ein bisschen mehr als zwei Dollar kostete.

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