Darknet: Die dunkle Seite des Netzes

Wie sieht der kriminelle Untergrund des Internet aus? An einer Veranstaltung der IT-Security-Spezialistin Avantec wurde Aufklärungsarbeit geleistet.

» Von Jens Stark , 17.05.2017 14:30.

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Im Zusammenhang mit Hackern und Cyberkriminellen ist immer wieder vom «Darknet» die Rede, doch worum handelt es sich dabei und was passiert auf der dunklen Seite des Internets? Dieser Frage ist Marc Ruef, Leiter von Titanium Research, der Forschungsabteilung der Zürcher Scip, und Penetration-Testing-Experte an der Fachveranstaltung Inside #17 der IT-Security-Spezialistin Avantec dieser Tage in Zürich nachgegangen.

Doch wo beginnt eigentlich das Darknet? Laut Ruef zählen sogenannte «Friend-to-friend»-Netze zum Darknet. Denn in diese gelange man nur, wenn man den entsprechenden Personenkreis kenne. «Zudem müssen hier Einbussen an Ergonomie in Kauf genommen werden», erläutert er. Hier sei nämlich niemand unterwegs, der keine kriminellen Intentionen habe. «Denn solche Netze sind langsam, instabil und ganz generell kein Vergnügen», so Ruef. Des weiteren gehörten exklusive Foren zum Darknet, in die man nur durch Einladung gelange. Gleiches gelte für temporäre Chat-Server. Auch hierhin kommt man nur durch persönliche Vertrauensbeziehungen.

Hauptsächlich Drogenhandel

Besonders rege wird das Darknet gemäss Ruef für den Drogenhandel genutzt. Gut 15 Prozent der Aktivitäten werden hier verzeichnet. Dabei sind wohl alle bekannten Drogen und Medikamente auf entsprechenden Marktplätzen im Darknet erhältlich. Daneben dient das dunkle Netz dem Waffenhandel und als spezielle «Dienstleistungszentrale», in der unter anderem auch Auftragsmorde erhältlich seien. Weitere Bereiche des Darknets «beschäftigen» sich mit Pornografie jedweder Ausprägung, illegal kopierter oder veränderte Software sowie raubkopierter Filme und Musik.

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