Bundesrat rüstet sich gegen Cyberattacken

Der Bundesrat beschloss heute die Schaffung eines «sicheren Datenverbundnetzes» (SDVN). Damit soll in Krisen - beispielsweise bei einem landesweiten Stromausfall - die Verbindung zwischen Bund, Kantonen und den Betreibern kritischer Infrastruktur sichergestellt werden.

» Von AWP , Patrick Bizzarri , 20.05.2015 15:42.

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In seiner heutigen Sitzung bestätigte der Bundesrat seine Pläne, ein Datennetz zwischen jenen Stellen des Bundes, der Kantone und Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Flughäfen und Atomkraftwerken zu erstellen, die für die Sicherheit und Versorgung des Landes essenziell sind. So will der Bundesrat sicherstellen, dass die Verwaltung beispielsweise bei einem Cyberangriff oder einem Stromausfall kommunikationsfähig bleibt. Bisher verfügt erst die Armee über solch ein «krisen- und abhörsicheres Datenverbundnetz».

 

 

Die Investitionen für das Vorhaben werden auf 55 bis 60 Millionen Franken geschätzt. Die jährlichen Betriebskosten, die ausschliesslich für das «SDVN» anfallen, werden sich gemäss aktuellen Schätzungen auf jährlich etwa elf Millionen Franken belaufen.

 

Das «SDVN» soll bereits bestehende oder geplante Glasfaserinfrastruktur nutzen, primär vom «Führungsnetz Schweiz» der Armee. Dazu kommen Netzkomponenten anderer ziviler Bundesstellen. Das «SDVN» soll auch für die tägliche Kommunikation und den sicheren Datenaustausch genutzt werden.

 

 

Als nächsten Schritt hat der Bundesrat das VBS beauftragt, das Vorhaben voranzutreiben und das Projekt zu konkretisieren. Bis zum Herbst soll das VBS mit den vorgesehenen Nutzern Verteilschlüssel für die Investitions- und Betriebskosten prüfen. Die eigentliche Umsetzung des «SDVN» will der Bundesrat im Parlament voraussichtlich 2016 beantragen.

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