Blockchain-Konsens aus Zürich

Ein wichtiges Element für künftige Blockchain-Systeme wird derzeit am IBM-Forschungslabor in Rüschlikon bei Zürich entwickelt.

» Von Jens Stark , 13.01.2017 14:44.

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Mit einem neuen Konsens-Protokoll (Consensus Protocol) für die Blockchain beschäftigen sich derzeit Wissenschaftler am IBM-Forschungslabor in Rüschlikon bei Zürich. In einem soeben erschienen Blog-Beitrag beschreiben die beiden Krypto-Experten Christian Cachin und Marko Vukolic, wie sie künftig verteilte Kassenbücher, sogenannte Ledger, effizienter absichern wollen.

Kern ist mit «Cross Fault Tolerance» (XFT) ein neuer Ansatz, um ein zuverlässiges und sicheres verteiltes System zu bauen. XFT soll effizienter sein als die bislang bekannten BFT-Konsens-Protokolle (Byzantine fault-taulerance). «Ein BFT-System geht immer von den schlimmsten Umständen aus und bezahlt diese Vorsicht mit Einbussen bei der Geschwindigkeit», erklärt Vukolic. BFT sei somit langsamer als Konsensmethoden, die nur Abstürze tolerieren, und unter der Bezeichnung CFT (Crash Fault Tolerant) bekannt sind. Die nun von den Rüschliker Forschern in Zusammenarbeit mit Eurecom und dem französischen Grenoble Institut of Technology entwickelten XFT-Protokolle kombinieren die Effizienz von CFT mit der Zuverlässigkeit und Sicherheit von BFT.

Abkürzung bei der Abstimmung

Der Trick dabei: «XFT macht auf eine schlaue Art und Weise eine Abkürzung, indem es mögliche Attacken, die extrem teuer und damit sehr unwahrscheinlich sind, einfach ignoriert», sagt Vukolic.

Neben der Arbeit an XFT dreht sich die Forschungstätigkeit der Kryptologen rund um das sogenannte Hyperledger Fabric, welches Teil einer Open-Source-Blockchain der Linux Foundation ist. Dieses Kassenbuchnetz soll in diesem Jahr auf eine neue Stufe gehoben werden und laut den IBM-Forschern eine modulare, skalierbare und sichere Grundlage für geschäftskritische Blockchains bilden. So soll es beispiels möglich sein, dass zwei Handelspartner einen Deal zu Sonderkonditionen abschliessen können, von denen weitere Marktteilnehmer trotz gemeinsamer Ledger-Nutzung nichts mitbekommen.

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