Berner Datenschützer ortet Informatikprobleme in der Verwaltung

Die Datenschutzaufsichtsstelle des Kantons Bern hat den Datenschutzbericht für das Jahr 2015 veröffentlicht. Dieser deckt einige Missstände auf.

» Von SDA , 11.03.2016 14:33.

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In der bernischen Kantonsverwaltung hat es laut der kantonalen Datenschutzaufsichtsstelle Missstände beim Umgang mit der Informatik gegeben. Beispielsweise schaltete eine Direktion Passwortvorgaben aus, und die Handys von Polizisten waren auch in deren Freizeit zu orten.

Zwischen Juli 2014 und März 2015 war es den Angestellten der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) möglich, statt höchstens dreimal ein Passwort einzugeben bis zu 999 Eingabeversuche zu tätigen. Das geht aus dem veröffentlichten Jahresbericht 2015 der kantonalen Datenschutzaufsichtsstelle hervor.

Triviale Passwörter erlaubt

Auch erlaubte das System «triviale Passwörter» wie zum Beispiel zweimal die aktuelle Jahreszahl. Grund: Der Informatikdienst der JGK hatte im Juli 2014 die technischen Massnahmen zum Erzwingen der Passwortvorgaben ausgeschaltet. Dies, weil die Passwortverwaltung bei den Angestellten der JGK zu Problemen geführt hatte.

In der Folge blieb die «schwere Sicherheitslücke», so die kantonale Datenschutzstelle, monatelang unbemerkt. Dies, weil ab 2014 nicht mehr die JGK selber, sondern ein externer Leistungserbringer für die Informatik der JGK zuständig war. Und der externe Leistungserbringer wusste nichts vom Ausschalten der Passwortverwaltung.

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