Löhne: Zürcher IT- und Kommunikationsfirmen zahlen sehr gut

Die Stadt Zürich hat Details über die städtischen Lohnverhältnisse veröffentlicht. Die Auswertung zeigt: die IT- und Kommunikationsbranche zahlt ihre Angestellten sehr gut, mehr verdienen im Schnitt nur Mitarbeiter von Finanz- und Versicherungsdienstleistern.

» Von Luca Perler , 24.05.2017 13:20.

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In der Stadt Zürich beträgt das monatliche Bruttogehalt gemäss einer Auswertung der Abteilung für Statistik rund 7740 Franken. Dabei handelt es sich um den Median, für die eine Hälfte der Arbeitnehmenden liegt der Lohn über dem Wert, für die andere Hälfte darunter. Im gesamtschweizerischen Vergleich habe die Limmatstadt damit ein hohes Lohnniveau, schreibt das Präsidialamt der Stadt Zürich in einer Medienmitteilung.

Ein genauer Blick in die Auswertung zeigt, dass Angestellte von Finanz- und Versicherungsdienstleistern besonders gut bezahlt sind. Ihr Medianlohn beträgt 10'714 Franken. Grosse Unterschiede gibt es im Geschlechtervergleich: Männer verdienen rund 3000 Franken mehr als ihre Arbeitskolleginnen.

Knapp hinter den Bänklern folgen Unternehmen der IT- und Kommunikationsbranche mit einem Monatsgehalt von 9320 Franken. Auch in diesem Bereich sind Frauen schlechter bezahlt, der Gap beträgt hier rund 2500 Franken

Am unteren Ende der Rangliste findet sich etwa das Gastgewerbe oder der KFZ-Handel.

Uni-Abschlüsse besser bezahlt als FH

Unter den Absolventen von Fachhochschulen erhalten Informatiker gemäss einer Studie die höchsten Einstiegslöhne. Die städtische Auswertung zeigt hingegen, dass die Zürcher Informatik- und Kommunikationsbranche Uni-Abgängern bessere Löhne zahlt. Die Differenz beträgt etwas mehr als 1000 Franken. Unklar bleibt allerdings, ob es sich dabei um Bachelor- oder Master-Abschlüsse handelt. Gleichzeitig beträgt der Lohnunterschied von einer höheren Berufsbildung zum Fachhochschul-Abschluss gerade mal knapp 300 Franken.

Bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern bewegen sich Uni- und FH-Abgänger auf etwa demselben Lohnniveau, mit einer höheren Berufsbildung erhält man dagegen rund 2000 Franken weniger.

Die Zahlen der Stadt Zürich sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Denn die Medianlöhne basieren auf der Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik aus dem Jahr 2014. Veröffentlicht hat das Bundesamt diese Zahlen Ende 2015. Wie das Präsidialamt auf Anfrage von Computerworld erklärte, sei mit der neuen Strukturerhebung 2016 erst gegen Ende Jahr zu rechnen. Aufgrund dieser Verzögerung müsse man sich jeweils auf die vorherige Strukturerhebung stützen. Das Bundesamt für Statistik erhebt die Lohnstruktur alle zwei Jahre. Die detaillierten Lohntabellen der Stadt Zürich können hier eingesehen werden.

Was Informatikerinnen und Informatiker heute wirklich verdienen sollten, können Sie an dieser Stelle nachlesen.

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