Digitalisierung führt laut Bundesrat zu mehr Jobs

» Von SDA , 09.11.2017 07:37.

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Viele neue Jobs

In den letzten 20 Jahren seien in der Schweiz wegen des Strukturwandels etwa 350'000 Stellen verloren gegangen. Im gleichen Zeitraum wurden aber über 1,2 Millionen neue Stellen geschaffen. In diesem Rhythmus soll es nach Ansicht des Bundesrats in den nächsten Jahrzehnten weitergehen.

Trotz Digitalisierung und Automatisierung rechnet er «eher mit einem normalen strukturellen Wandel als mit einer gesamtwirtschaftlich disruptiven Entwicklung», wie es im Bericht heisst. Kurzfristige negative Auswirkungen schliesst der Bundesrat zwar nicht aus. Längerfristig erwartet er von der Digitalisierung aber einen positiven Beschäftigungseffekt.

Neue Aufgaben

Verändern werden sich die Job-Profile. Das war schon in der Vergangenheit so. Für Führungskräfte, Akademiker, Techniker und Dienstleister gab es besonders viele neue Stellen, während für Bürokräfte und Handwerker weniger Jobs zur Verfügung standen. Verloren gingen vor allem Routineaufgaben, die durch automatisierte Prozesse abgelöst wurden.

Die Digitalisierung hat die Kompetenzanforderungen bereits stark verändert. So gehören Computer oder computergestützte Anwendungen inzwischen zu den meisten Arbeitsplätzen. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Der Bundesrat sieht denn auch bei der Bildung die grösste Herausforderung. Nur wer die vom Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen vorweise, werde auch in Zukunft über gute Erwerbschancen verfügen, schreibt er.

Weiter will er die Faktoren erhalten, die seiner Meinung nach bisher für die erfolgreiche Bewältigung des Strukturwandels verantwortlich waren. Dazu gehören stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Geldpolitik, ein flexibler Arbeitsmarkt, die Sozialpartnerschaft, die Innovationskraft der Unternehmen und das Bildungssystem.

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