Die CeBIT ist eröffnet

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Japans Ministerpräsident Shinzo Abe in Hannover die ICT-Messe CeBIT 2017 eröffnet.

» Von SDA , 20.03.2017 07:37.

weitere Artikel

Bildergalerie

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe haben bei der Eröffnung der Computermesse CeBIT in Hannover ein energisches Plädoyer für Freihandel in der Welt abgegeben. Japan ist das diesjährige CeBIT-Partnerland.

Merkel und Abe sprachen sich am Sonntagabend für einen raschen Abschluss des EU-Japan-Freihandelsabkommens aus. Ohne die neue US-Regierung von Donald Trump namentlich zu erwähnen, setzten sich beide von protektionistischen Tendenzen ab.

«In Zeiten, wo wir über freien Handel, offene Grenzen, demokratische Werte mit vielen streiten müssen, ist es ein gutes Zeichen, dass Japan und Deutschland darüber nicht streiten, sondern zum Wohle der Menschen die Zukunft gestalten», betonte Merkel.

Deutschland fühle sich diesen Prinzipien auch als G20-Präsidentschaft besonders verpflichtet. Zuvor hatten die USA bei den G20-Finanzministern verhindert, dass sich die wichtigsten Industriestaaten in einer Erklärung für bisher geltende Standards wie Freihandel und Klimaschutz aussprechen konnten.

CeBIT-Gastland Japan wolle zusammen mit Deutschland für mehr Freihandel in der Welt kämpfen, sagte auch der japanische Ministerpräsident Abe. «Ich plädiere für einen frühzeitigen Abschluss des Wirtschaftsabkommens mit der EU», sagte er.

Beide Länder seien Beispiele dafür, wie man auch ohne Rohstoffe, aber mit Innovationen und Offenheit Wohlstand erreichen könne. Jetzt gelte es, das offene System zu schützen, sagte Abe.

Sowohl Merkel als auch Abe nahmen eine US-Forderung auf, dass Handel auch «fair» sein müsse. Dies dürfe aber keine Entschuldigung für den Aufbau neuer Barrieren sein, mahnte Merkel. Die neue US-Regierung denkt etwa über neue Steuern auf Importe nach.

Nächste Seite: Mahnende Worte zur Digitalisierung

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.