Wie SBB die Chat-Bots für Facebook entwickelt

Ab Sommer können Kunden per Facebook Messenger eine Fahrplanauskunft abfragen. Dafür entwickelt die SBB einen Chat-Bot, sagte Christof Zogg am Jubiläumsanlass von adesso.

» Von Mark Schröder , 03.02.2017 15:19.

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Die Digitalisierung ist ein Prozess, der sich managen lässt. Diese Ansicht äusserte Hansjörg Süess, Geschäftsführer von adesso Schweiz, an einem Jubiläumsanlass seines Unternehmens am Donnerstag in Zürich. «Wir sind nun seit zehn Jahren sehr erfolgreich im Schweizer IT-Markt unterwegs», sagte Süess. Seitdem helfe adesso den Unternehmen hierzulande bei Digitalisierungsprojekten. 

Unter dem Motto «Digital Onboarding – jetzt digital werden» berichteten zwei Fachleute über die Chancen und Gefahren der Digitalisierung: Damir Bogdan, früher CIO der Raiffeisen und heute Berater, plädierte dafür, dass sich die Schweiz noch mehr für Start-ups öffnet. Die Jungunternehmen belebten den Markt und seien eine gute Möglichkeit für etablierte Firmen, sich neue Geschäftsfelder zu erschiessen. Ein gutes Beispiel ist nach seinen Worten die Hypothekarbank Lenzburg. Sie hat auf der Homepage auch Angebote und Dienstleistungen von Start-ups aus dem FinTech-Sektor integriert.

SBB-App und die Chat-Bots

Den digitalen Wandel der Schweizerischen Bundesbahnen SBB treibt Christof Zogg voran. Der Director Digital Business erklärte den 230 Gästen des adesso-Anlasses, wie er und sein Team die populärste Smartphone-App der Schweiz renoviert haben. Es sei eine Kombination aus Co-Development, dem Partnern mit Start-ups und Kundenrückmeldungen gewesen. Mittlerweile besitze die SBB eine Community mit rund 12'000 Usern, die über 6000 Rückmeldungen und Vorschläge für SBB Mobile geliefert hätten. Zogg rief die anwesenden Vertreter von Schweizer Firmen dazu auf, sich an der App-Entwicklung ein Beispiel zu nehmen. Sowohl Kunden als auch Partner könnten jedem Betrieb wertvolle Hinweise geben, wie das Geschäft verbessert werden kann.

Mit der neu lancierten App steht die Innovationsmaschine der SBB aber nicht still, sagte Zogg. Dank den Benutzer-Feedbacks hätten die Programmierer noch für mindestens zwei Jahre Arbeit. Für die Zukunft sei etwa die Integration einer Sprachsteuerung und eines ortsbezogenen Billetteverkaufs geplant. Beim letzteren Feature ist das Vorbild die App Fairtiq, die auch schon von den Freiburgischen Verkehrsbetriebe, der Rhätischen Bahn und den Verkehrsbetriebe Luzern unterstützt wird. Ausserdem soll sich demnächst ein Chat-Bot der SBB im Facebook Messenger und Skype aktivieren lassen, der zum Beispiel Auskunft gibt über die nächste Abfahrt.

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