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» Von George Sarpong , 22.09.2017 12:09.

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Wenn Fachabteilungen Apps programmieren

Apps werden meist von externen Dienstleistern entwickelt. Das kann dauern und teuer werden. Einfache Apps können Anwender in Fachabteilungen aber auch selbst erstellen. Wie das funktioniert, erklärte Kai Bielenberg, CFO des Softwareherstellers Open as App. Ein Fallbeispiel wäre ein Angebotsberechner, basierend auf Excel. Bielenberg erzählte vom Fall eines Wirtschaftsprüfers. Dieser liess eine entsprechende App von einem grossen IT-Dienstleister programmieren. Dies habe ein Vierteljahr gedauert und kostete einen fünfstelligen Betrag.

Mit Open as App liesse sich eine vergleichbare Anwendung in einer Viertelstunde programmieren. Auch Entwickler brauche es keine, da Mitarbeiter aus dem Business die App selbst einfach bauen können. Bielenberg zitierte Zahlen von Marktforscher Gartner, wonach bis in drei Jahren 70 Prozent aller Apps von Fachabteilungen programmiert werden. Ein Ziel von Open as App ist es, in Programmen den PDF-Button zu ersetzen. Anstelle von Print-to-PDF könnte es dann heissen: Open as App.

Standardisierte Bereitstellung von Apps

Apps erstellen ist eine Sache. Nur müssen die Applikationen auch ausgerollt werden. Etwa über den Apple Appstore, den Google Playstore oder über einen unternehmensinternen Enterprise-Store. Für den möglichst automatisierten Roll-out bietet Incaptic Connect eine Lösung. «Wir haben Kunden, die in letzen drei Jahren mit Apps um Faktor 10 gewachsen sind. Der Releaseaufwand dauert 2-8 Stunden», sagte CEO Rafał Kobyliński. Mit seiner Software seien mehrere Releases in hoher Frequenz durch Fachabteilungen möglich, ohne dass die IT-Abteilung aktiv werden muss. Zu den Kunden zählt etwa die Swiss-Mutter Lufthansa, die laut Kobyliński mit Incaptic Connect über 100 Apps verwaltet.

Mit der kletternden Zahl von Apps steigen auch die Probleme. «2018 werden 40 Prozent der Problem-Anfragen von Mobile Usern stammen», sagte Erik Helms, Vice President Sales bei Netmotion. Mit dem System von Netmotion könnten IT-Abteilungen die Performance von Apps detailliert überwachen. Auf einer Stufe, die eigentlich Datenschützer auf den Plan rufen müsste. Mit Geolokalisation etwa kann genau festgestellt werden, wo auf der Welt ein Anwender ein Problem hat. Etwa weil die Mobilfunkverbindung an einer Strassenkreuzung schlecht war. Admins können sich auch gleich automatisch benachrichtigen lassen, wenn ein User Probleme hat.

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