Netzwerken an der Smart Energy Party

In der Umwelt-Arena in Spreitenbach hat am Donnerstagabend die Smart Energy Party 2017 stattgefunden. Am Event wurde eifrig diskutiert und geplaudert, drei Referate lockerten den Abend auf.

» Von Luca Perler , 27.10.2017 10:19.

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Am frühen Donnerstagabend pilgerten unzählige Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Energiebranche, Politik und Wirtschaft nach Spreitenbach an die fünfte Smart Energy Party. Mehr als tausend Personen standen auf der Gästeliste des Events, wie Kurt Lüscher, Initiant und Organisator der Smart Energy Party, später in seiner Eröffnungsrede erklären sollte. Einige Minuten vor dem offiziellen Beginn des Anlasses trat Lüscher auf die Bühne und bat die Gäste, an ihren Tischen Platz zu nehmen. Kein einfaches Unterfangen, zumal die meisten der Teilnehmenden schon eine gute Dreiviertelstunde vor Beginn der Veranstaltung in Diskussionen mit ihren Kolleginnen und Kollegen versunken waren.

Hochkarätiges Rahmenprogramm

Das Referat zum Auftakt hielt SRF-Meteo-Moderatorin Sandra Boner. Sie erklärte während ihrem rund halbstündigen Vortrag, wie sie und das Meteo-Team beim SRF die Sendungen vorbereiten. Auch einen Zusammenschnitt mit Malheurs vor laufender Kamera aus den vergangenen Jahren zeigte sie dem Publikum.

Gleich nach Sandra Boners Vortrag trat die ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes Carla Del Ponte auf die Bühne. Die Tessinerin plauderte aus dem Nähkästchen und erzählte von ihren Treffen mit George W. Bush, Jacques Chirac oder Gerhard Schröder und warum sie allen eine Stelle als Botschafterin oder Botschafter empfehlen würde. «Das Schöne ist, dass man in dieser Position nur ausführen muss, Bern diktiert alles – sogar den Punkt und das Komma.» Sie habe nach ihrer Zeit als Schweizer Botschafterin in Argentinien auch ziemlich gut Golf spielen können, sagte Del Ponte schmunzelnd.

Kurz vor dem Nachtessen lieferte Del Ponte noch etwas schwerer verdauliche Kost und erklärte, warum sie im August als UNO-Sonderermittlerin in Syrien zurücktrat. «Mit meinem Team konnte ich während meiner Karriere Generäle, Minister und Präsidenten ihrer gerechten Strafe zuführen – nicht so in Syrien. Nirgends geschieht so viel Schlimmes wie dort, niemand will Gerechtigkeit für dieses Volk – auch nicht die Vereinten Nationen», sagte sie resignierend. Nach dem tristen Ende von Del Pontes Vortrag musste sich das Publikum erst kurz sammeln, verabschiedete die Referentin dann aber unter grossem Applaus von der Bühne.

Fortissimo zum Schluss

Den Abschluss machte nach dem Essen der österreichische Dirigent und mehrfache Grammy-Gewinner Christian Gansch. Er zeigte den Anwesenden in einem temporeichen Vortrag auf, warum ein Orchester und die Wirtschaft sehr viel gemeinsam haben. Denn laut Gansch geht es sowohl im Orchester als auch in der Energiebranche um das Miteinander statt die Macht des Stärkeren. «Es geht darum, Synergien zu nutzen und Allianzen zu schmieden», sagte er. Dabei seien allerdings nicht nur die grossen Mitspieler wichtig. «Sowohl in der Wirtschaft als auch in der Oper gibt es grosse, dramatische und aufregende Rollen – aber auch kleinere, die nicht minder wichtig sind. Drei Töne am Triangel können ein ganzes Stück verändern.»

Dass in der Energiebranche Allianzen und Synergien eine wichtige Rolle spielen bestätigte am Rande der Veranstaltung auch Daniel Schudel, Account Manager beim Dübendorfer Kabelnetzunternehmen Glattwerk. «Der Event ist deshalb der ideale Ort, damit man sich mit Leuten aus der Branche austauschen kann, Geschäftskunden trifft oder Kontakte pflegt und knüpft.» Durch Gespräche über Vorgehensweisen bei anderen Anbietern könne zudem auch Know-how ausgetauscht und über mögliche Stolpersteine diskutiert werden. Schliesslich könne das Networking an Anlässen wie diesem in Zukunft auch beim Abschluss von Aufträgen nützlich sein, meint Schudel. «Liegen einem Kunden vergleichbare Angebote vor, dann zählt meist der persönliche Kontakt.»

Disclaimer: Computerworld ist Medienpartner der Smart Energy Party.

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