CA: Apples Siri könnte Administrator ersetzen

Noch ist es nicht so weit, aber CA Technologies arbeitet an Lösungen für vollautomatisches IT-Management. Anwender können dann via Apples Sprachsteuerung Siri zusätzliche Server buchen.

» Von Mark Schröder , 18.11.2016 00:32.

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Per Sprachsteuerung koordinieren Anwender heute Termine und recherchieren Fakten im Web. Die Technologien wie Apple Siri oder Google Assistant eignen sich für einfache Anforderungen. Für den Software-Anbieter CA Technologies ist es denkbar, dass die sprachgesteuerten Dienste  in Zukunft auch komplexere Aufgaben übernehmen. An der Hausmesse «CA World» in Las Vegas hörte CEO Mike Gregoire in die Zukunft: In den Labors des US-amerikanischen Anbieters gehorche Siri bereits aufs Wort, wenn die Ingenieure zusätzliche Server bereitstellen oder Speicher neu allozieren wollen. 

Bei dem sprachgesteuerten System-Management helfen ein hoher Grad an Automatisierung und Analytik-Lösungen. Gregoire gestand ein, dass sich die Sprachsteuerung in den CA-Labors noch in einem frühen Experimentalstadium befindet. Hingegen weiter fortgeschritten seien die Programmierer mit den Automatismen für das Infrastruktur-Management. Durch die neue Integration der Produkte CA Application Performance Management (APM) und CA App Experience Analytics könnten Administratoren festlegen, dass bei hoher Last auf den Systemen automatisch Ressourcen zum Beispiel aus der Cloud zugebucht werden. Auch die Ursachen von langen Ladezeiten von App-Inhalten, das Nutzungsverhalten oder allfällige systembedingte Verbindungsabbrüche sollen sich ohne Benutzereingriff identifizieren sowie korrigieren lassen. Dabei unterstützt APM neu auch die Container- und die Microservices-Technologie.

Der Kühlschrank und der Mainframe

Die CA-Lösungen für APM sind laut Forrester marktführend. Laut den Analysten gilt das auch für das Identity and Access Management. CEO Gregoire sagte in seiner Eröffnungsrede vor rund 5000 Gästen, dass dem Access Management durch die massive Vernetzung im Interent of Things eine noch grössere Bedeutung zukommt. «Wenn Verbraucher den Inhalt und den Betriebszustand ihres Kühlschranks per iPhone-App prüfen können, dann müssen beide Geräte besonders geschützt sein», sagte der CEO. Denn niemand wolle die Kontrolle über die Kühlung oder sein Smartphone verlieren, nur weil eines der beiden eine offene Hintertür besitzt. Neue Lösungen wie CA Identity Service würden es sowohl den Herstellern von Kühlschränken als auch Smartphones erlauben, die Zugriffsrechte für Apps zentral zu steuern. Eine neue Software für die Temperatursteuerung könnte nur für Benutzer mit Rechten für die Kühlschrankwartung freigeschaltet werden.

Was für die Kühlschränke gilt, gilt bei CA natürlich ebenfalls für den Mainframe. Die Software für Grossrechner trägt weiterhin einen bedeutenden Teil zum Umsatz des US-Konzerns bei. Wie Mark Sturzenegger aus der Schweizer CA-Organisation der Computerworld sagte, gäbe es Bedarf für Privileged Access Management und Data Discovery auch auf dem Mainframe. Diese Anforderungen adressiere CA mit Threat Analytics for Privileged Access Manager auf Basis der im Vorjahr zugekauften Xceedium-Technologie. Die neue Lösung modelliert das Verhalten privilegierter Benutzer und bewertet das Risiko anhand von Faktoren wie Berechtigungsstufen, Daten im Zugriff, Dauer der Aktivität und dem Verhalten bei früheren Arbeiten. Bei Verdacht löst das System automatisch Kontrollen aus – es zeichnet die Sessions auf, verlangt mehr Authentifizierung oder warnt die Sicherheitssysteme.

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