Zürich vergibt ersten Teil des Glasfaserkredits

Der Zürcher Stadtrat hat einen ersten Teil des 400-Millionen-Franken-Kredits für den Ausbau des Glasfasernetzes vergeben. Zum Handkuss kommen sechs Unternehmen.

Der Zürcher Stadtrat hat die ersten Tranche des 400-Millionen-Kredits für den Ausbau des Glasfasernetzes vergebenDer Zürcher Stadtrat hat die ersten Tranche des 400-Millionen-Kredits für den Ausbau des Glasfasernetzes vergeben

» Von Fabian Vogt , 27.06.2013 17:41.

Im letzten September stimmten die Zürcherinnen und Zürcher dafür, dass sie für 400 Millionen Franken bis ins Jahr 2019 flächendeckend mit einem Glasfasernetz versorgt  sein wollen. 111,8 Millionen Franken beträgt die erste Tranche, welche der Zürcher Stadtrat nun vergeben hat.

Um den Netzausbau möglichst wirtschaftlich und effizient voranzutreiben – so die Hoffnung der Stadt -  hat das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) ein Baumodell entwickelt, bei dem die Arbeiten unter sechs Unternehmen aufgeteilt werden. Es sind dies: Arnold (Fehraltdorf), Cablex (Zürich), Frutiger (Zürich), L. Gasser & Co. (Zürich), Isen Tiefbau (Otelfingen) und RMT Engineering (Zug). Sie haben sich gegen 18 Konkurrenten durchgesetzt und kümmern sich nun um Projektierung, Koordination mit Behörden, Baumeisterarbeiten, Telecom-Montagearbeiten und Inhouse-Anschlussarbeiten. Das EWZ selber bleibt verantwortlich für die Netzplanung, die Führung und Kontrolle der strategischen Partner sowie die Vermarktung des ewz.zürinet, heisst es in einer Mitteilung. Dieses Vorgehen soll es dem EWZ erlauben, einerseits mehrere Stadtgebiete parallel zu erschliessen und andererseits den Personalkörper innerhalb des EWZ klein zu halten.

Alte Hausanschlüsse ersetzen

Der Stadtrat fügt an, dass es im Rahmen der Erschliessung der Gebäude mit Glasfasern sinnvoll sei, gleichzeitig die elektrischen Hausanschlüsse, die sechzig oder mehr Jahre alt und in demselben Trassee verlegt sind, zu ersetzen. Dadurch würden Grabarbeiten nur einmal nötig und altersbedingte Störanfälligkeiten der Hausanschlüsse deutlich geringer. Zudem seien Synergien mit dem Glasfaserausbau möglich, dank welchen das EWZ den Gebäudebesitzern eine Pauschalofferte von 900 Franken für einen Hausanschluss machen könne. Dies sei etwa die Hälfte des durchschnittlichen Preises.

Das EWZ werde mit den Betroffenen rechtzeitig Kontakt aufnehmen und den Bau der Anschlüsse koordinieren. Der Stadtrat hat die dafür nötigen Ausgaben von brutto 39,764 Millionen Franken in einem separaten Beschluss bewilligt. Eine Pflicht für einen neuen Anschluss würde aber nicht bestehen.

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