WAN-Beschleunigung in Krankenhäusern

  

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» Von Martin Walzer, 23.06.2009 10:06. Letztes Update, 23.06.2009 10:32.

Schnelle Einführung

Thorsten Krian, IT-Leiter KHWE
Thorsten Krian, IT-Leiter KHWE
Ende September 2008 begann die KHWE mit der Implementation der für rund 100000 Euro beschafften Lösung. Das zentrale Rechenzentrum erhielt dabei eine PacketShaper- sowie zwei ProxySG-810-Appliances, während in den anderen drei Krankenhäusern jeweils eine ProxySG-510 installiert wurde. Alle Standorte greifen per VPN über das Internet auf die Zentrale zu, können über Tunnel aber auch direkt untereinander kommunizieren. Bereits nach zwei Tagen waren alle Geräte einsatzbereit.

Anfangsschwierigkeiten gab es in der ersten Woche mit ein paar Netzwerksegmenten, die zu Testzwecken mit mehreren IP-Subnetzen belegt waren. Die Techniker von Blue Coat konnten dies aber zeitnah beheben. Insgesamt investierte die KHWE rund zehn Personentage in das Projekt.

Der PacketShaper in Brakel sorgt seitdem dafür, dass jedes Protokoll entsprechend seiner Bedeutung für die KHWE seinen Anteil an der verfügbaren Bandbreite im WAN erhält. So begrenzt das Gerät beispielsweise den Datenverkehr zur Replikation von Oracle-Datenbanken auf 256 Kbit/s, während der Verkehr der Terminalserver und -clients stets Vorrang erhält. Die Funktionen zur WAN-Beschleunigung sorgen für standortübergreifende schnelle Dateizugriffe auf Microsoft-Office-Dokumente und Dateien, optimieren den E-Mail-Verkehr und beschleunigen interne webbasierte Anwendungen.

Fazit: Hohe Ersparnis

Die erzielten Einsparungen auf der WAN-Strecke sind dabei enorm: «An einem typischen Tag fordern Clients über CIFS rund 3,5 Gigabyte an Daten von Servern im Verbund über das WAN an. Dabei werden jedoch nur rund 400 Megabyte tatsächlich über das WAN übertragen, was einer Einsparung von zirka 88 Prozent oder 3,1 Gigabyte pro Tag entspricht», liest Thorsten Krian aus den Statistiken seiner ProxySG-
Installation. «Für unsere Anwender bedeutet das schnell reagierende Anwendungen vor Ort und für den Verbund drastische Einsparungen bei den WAN-Kosten.»

Rückblickend würde der IT-Leiter der KHWE auch heute wieder so entscheiden: «Der Vorteil ist, neben der guten Optimierungsleistung, dass die Produkte Datenverkehr in beide Richtungen optimieren - also sowohl einen dezentralen als auch zentralen Ansatz unterstützen. Das verschafft uns viel Flexibilität bei der
Gestaltung unseres Netzes und Sicherheit bei der Einführung neuer Anwendungen.»

Für die Zukunft plant Krian unter anderem, auch die fünf Seniorenheime enger in das Verbundnetzwerk einzubinden. Da dort jedoch nur wenige PC-Arbeitsplätze vorhanden sind, wird er hier den kostenlosen ProxyClient testen, der den Datenverkehr zwischen Einzelrechnern und ProxySG-Appliances optimiert.

 

WAN-Optimierung

So funktionierts: Priorisierung gibt wichtigen Daten Vorrang im WAN und sorgt dafür, dass kritische Datenströme immer ausreichend Bandbreite erhalten. Die Optimierung von ursprünglich für das LAN entwickelten Protokollen sorgt für geringeren Overhead, während Datenkompression quasi die Luft aus den transportierten Informationen lässt. Object Caching stellt sicher, dass mehrfach angeforderte Dateien nur einmal übertragen werden, während Byte Caching bei Änderungen an einer Datei nur die Differenzdaten über das WAN schickt.

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