Virtueller Speicher: Weniger ist mehr
Unternehmen nutzen meist nur ein Drittel des Speichers, den sie bezahlt haben. So aktivieren Sie die Reserven.

» Von , 08.12.2008 13:32. Letztes Update, 08.12.2008 13:34.
Die tatsächliche Storage-Auslastung eines Unternehmens beträgt im Durchschnitt nur 25 bis 40 Prozent. Ein Grossteil der Daten ist zudem auch noch redundant. Das gilt besonders in virtuellen Serverumgebungen, in denen dasselbe Betriebssystem und dieselbe Applikation mit jeder neuen virtuellen Maschine erneut gespeichert werden. Das verschwendet nicht nur Speicher, sondern auch Energie und Raum - alles Faktoren, die Ihre IT-Kosten erhöhen. Es gibt jedoch Storage-Techniken, mit denen Unternehmen bis zu 50 Prozent weniger Speicher in virtuellen Umgebungen verbrauchen als mit traditionellen Datenspeichern.
Pauschal von Storage-Virtualisierung zu sprechen, greift in der Praxis zu kurz. Bereits das Aufsetzen von RAID-Volumes fällt darunter: Physische Platten werden zu einem virtuellen, ausfallsicheren Verbund. Auch LUNs (Logical Unit Numbers) sind im Prinzip virtuelle Festplatten: ein logisches Konstrukt aus Platten oder Plattenteilen, dessen Umfang grösser aber auch kleiner als eine physische Festplatte sein kann. Die Bemessung der logischen Einheiten ist eine Kunst für sich und richtet sich nach Performance-Bedarf und geschätztem Datenwachstum. Die Volume-Entwicklung ähnelt jedoch einer Einbahnstrasse: Vergrössern ist schwierig, aber möglich, verkleinern in der Regel nicht. Bleibt das tatsächliche Datenwachstum hinter den Prognosen zurück, lässt sich zugewiesener Storage nicht mehr umschichten - ob er genutzt wird oder nicht.



KOMMENTARE
KOMMENTAR SCHREIBEN