UPC fährt bei Swisscom huckepack

Die jüngst umstrittenen Hockey-Übertragungen von UPC fliessen in Teilen der Schweiz neuerdings auch über das FTTH-Netz der Swisscom. Dies sei Teil einer neuen Strategie.

» Von Simon Gröflin , 29.08.2017 09:07.

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«Vor der Konkurrenz der Glasfaseranbieter müssen wir uns nicht mehr verstecken», sagte der UPC-Netzverantwortliche Alexander Lorenz noch vor einem Jahr an einer Medienkonferenz. Um 200'000 Neukunden zu gewinnen, investiert die Ex-Cablecom aber gemäss Recherchen der «Handelszeitung» zunehmend auch in Übertragungen ausserhalb des eigenen Versorgungsgebiets. So sind etwa die Gemeinden Riehen und Dietlikon bereits über das schnelle «fiber to the home» (FFTTH) der Konkurrenz erschlossen. Geplant sei auch ein Ausbau in Riehen und Lausanne, wie die Zeitung weiter schreibt.

Angeblich vermehrte Nachfrage nach UPC-Produkten

Wie UPC-Sprecher Bernard Strapp gegenüber Computerworld bestätigt, handele es sich dabei um einen strategischen Entscheid. «Wir haben in Sachen Wachstum – im Gegensatz zu unseren grossen Konkurrenten – viel Potenzial, das wir ausschöpfen möchten», betont Strapp. Das geschehe via Netzkäufe oder Partnerschaften, den Ausbau des eigenen Netzes und nun auch via Nutzung von Drittnetzen. «Dieser Entscheid wurde gefällt, da die Nachfrage nach unseren Produkten auch ausserhalb unseres Footprints stattfindet. Daher prüften wir auch die Option, via Drittnetze unsere Produkte anzubieten.» Dies sei jedoch explizit nur dort der Fall, wo die eigene Infrastruktur nicht vorhanden sei, so Strapp.

Swisscom kann mit der FTTH-Glasfasertechnologie in städtischen Einzugsgebieten bis zu 1 Gbit/s anbieten. Für mehr als 1 Gbit/s wird bei UPC irgendwann eine neue ConnectBox erforderlich. Erste Pilotversuche zu 5 Gbit/s (Downstream) hat UPC bereits im letzen Jahr in Luzern und Wien gestartet.

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