Terror-Task-Force des Bundes diskutiert über nationale Warnplattform

Sollen Twitter und Facebook nur im Notfall zur Anwendung gelangen? Dazu wurde jüngst beim Bund eine eigene Terror-Task-Force ins Leben gerufen.

» Von Simon Gröflin , 11.07.2017 14:44.

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Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) ist auch auf Twitter aktiv und stellt sich gegenwärtig bei Terror-Szenarien die Frage, wie generell in einem Notfall auf den schnelllebigen Plattformen informiert werde. Das Problem: In einem Ernstfall müssen auch viele wirre Beobachtungen der Bevölkerung gefiltert werden. Gerade in einer Terror-Panik gilt es, den Fake-News-Verursachern gekonnt entgegenzutreten. Die Polizei sollte in einem solchen Fall vor allem eine Aufgabe geschickt bewältigen können: Informieren, wie sich Ortsansässige verhalten sollen, ob es Verletzte gibt und welche Zonen bei einem Terror-Anschlag zu meiden sind. 

Nationale Plattform zur Beweissammlung in Prüfung 

In der Krise sei es wichtig, einen einzigen Kanal zu definieren, über den Medien und die Bevölkerung verlässliche, offizielle Information finden könnten, sagt Cathy Maret, Kommunikationsleiterin beim Fedpol der NZZ. Daher diskutiere man gegenwärtig im Rahmen der «Terror Task Force Tetra» darüber, wie die Kommunikation in Krisen richtig gelenkt werden könne. Die Lancierung einer nationalen Plattform zur Beweissammlung von Bildern und Videos sei aber ebenfalls im Gespräch. Im Moment werde geprüft, in welchen Kantonen es bereits solche Plattformen gibt, um mögliche Synergien zu nutzen, so Maret.

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