Swisscom klagt gegen UPC

Die Eishockey-Übertragungsrechte sorgen für dicke Luft zwischen Swisscom und UPC. Nun hat der Schweizer Fernmelderiese die Kabelgesellschaft vor der Weko angeklagt.

» Von SDA , 13.04.2017 14:52.

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Swisscom hat bei der Wettbewerbskommission (Weko) eine Klage gegen UPC eingereicht. Auf diesem Weg versucht der Telekomriese doch noch an die Bilder der Schweizer Eishockeymeisterschaft heranzukommen.

Die Übertragungsrechte hatte UPC im vergangenen Sommer ersteigert. Ab der kommenden Saison 2017/2018 überträgt sie die Spiele der Schweizer Eishockeyligen über ihren neuen Sport-TV-Sender MySports. Swisscom hatte das Nachsehen.

UPC hat die Aufschaltung des Signals nur den Schweizer Kabelnetzbetreibern unterbreitet. 1,5 Millionen Swisscom-Kunden müssen damit nächste Saison auf Live-Eishockey im Bezahlfernsehen verzichten. Der bisherige Rechteinhaber, die Swisscom-Tochter Teleclub, hatte eine Übertragung in sämtliche Netze sichergestellt - allerdings mit einem reduzierten Angebot.

Das will sich der blaue Riese nicht bieten lassen. Swisscom kämpfe dafür, dass ihre Kunden künftig nicht auf das Schweizer Liga-Eishockey verzichten müssten und habe deshalb bei der Weko eine Anzeige eingereicht, heisst es in einer Stellungnahme des Unternehmens vom Donnerstag. Swisscom bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Zuerst hatte das Onlineportal Watson über die Klage berichtet.

Die Weko bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA den Eingang der Klage. Die Anzeige werde geprüft. Zum jetzigen Zeitpunkt könne die Wettbewerbsbehörde jedoch keine weiteren Angaben machen.

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