Swisscom droht Millionen-Busse

» Von SDA , 25.09.2017 06:54.

weitere Artikel

Bildergalerie

Bildergalerie

Mafiöse Geschäfte mit Mehrwertdiensten

Zudem haben laut «SonntagsZeitung» Ermittler in Italien festgestellt, dass mit Mehrwertdiensten auch mafiöse Geschäfte wie das Eintreiben von Schutzgeldern möglich sind. Es besteht demnach zumindest das Risiko, dass Swisscom für solche fragwürdige Firmen Geld eintreibt.

Deshalb argumentiert PolyReg mit verletzter Sorgfaltspflicht, und deshalb ist - ebenfalls laut PolyReg - Swisscom dem Geldwäschereigesetz unterstellt. Für die Nachrichtenagentur sda war PolyReg am Sonntag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Bereits 2013 hat PolyReg bei der Swisscom angemahnt, dass Geschäftsbeziehungen mit Mehrwertdiensten ab 25'000 Franken gesperrt oder genauer überprüft werden müssten. Zwei Jahre später stellten die Prüfer fest, dass Swisscom die entsprechenden Abrechnungen nach wie vor nicht als Geldwäscherei-relevant einstufte. Erst ab einem jährlichen Umsatz von 50'000 Franken prüfte Swisscom entsprechende Kundenbeziehungen.

PolyReg teilte der Swisscom daraufhin im April 2016 mit, sie werde ein Verfahren eröffnen. Nach weiteren Streitereien büsste die PolyReg die Swisscom am 29. März 2017 mit 4,3 Millionen Franken.

Vor diesem Hintergrund zog die Swisscom vor das Bundesverwaltungsgericht und reichte parallel dazu Beschwerde beim PolyReg-internen Schiedsgericht ein. Gegenüber der Nachrichtenagentur sda heisst es beim Telefonanbieter, dass derzeit das Urteil analysiert werde und dass weitere Schritte geprüft würden. Den Bussentscheid der PolyReg erkennt die Swisscom nicht an.

Nächste Seite: Kontrolle wäre unverhältnismässig teuer

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.