Swisscom droht Millionen-Busse

Wegen der Möglichkeit der Geldwäsche über sogenannte Mehrwertdienste ist Swisscom eine 4,3 Millionen Franken schwere Busse aufgebrummt worden. Doch die Telco wehrt sich gegen den Vorwurf.

» Von SDA , 25.09.2017 06:54.

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Die Selbstregulierungsorganisation für Dienstleister im Finanzbereich PolyReg hat die Swisscom im letzten Frühling mit 4,3 Millionen gebüsst, weil der Telecom-Konzern Geldwäscherei-Regeln missachtet haben soll. Doch Swisscom will sich korrekt verhalten haben - und bestreitet, dass PolyReg überhaupt zuständig ist.

Um diese strittige Frage zu klären, war Swisscom vor das Bundesverwaltungsgericht gezogen. Aber die dortigen Richter befanden in einem Urteil vom 5. September, sie seien im vorliegenden Fall nicht zuständig. Deshalb ist das Gericht inhaltlich auf die Beschwerde der Swisscom nicht eingetreten.

Dabei stellt sich die Frage, was eigentlich der Telefonanbieter mit Geldwäscherei zu tun hat. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, droht der Swisscom eine Busse, weil das Unternehmen beim Inkasso für sogenannte Mehrwertdienste die Sorgfaltspflichten nicht eingehalten haben soll.

Ein solcher Mehrwertdienst ist beispielsweise, dass Kunden per SMS Klingeltöne fürs Handy kaufen oder die Dienste von Sexhotlines in Anspruch nehmen können und dies per Handyrechnung bezahlen. Weil Kunden jedoch immer wieder horrende Rechnungen für solche Dienste erhalten, die darüber hinaus oft von fragwürdigen Firmen kommen, sind die Geschäftsbeziehungen zwischen Swisscom und Mehrwertdienstanbietern immer wieder Anlass für Streitigkeiten mit Kunden.

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